Donnerstag, 14. Mai 2009 14.00 – 18.00 Uhr In meinem Kalender speichern

Wie wird die Kita zum Familientreffpunkt?

Fortbildungsreihe Chancen für Eltern – Chancen für Bildung #1

An Bildungsprozessen sind immer viele beteiligt: Neben Kindern und Jugendlichen, ErzieherInnen und LehrerInnen spielen vor allem die Eltern eine ausschlaggebende Rolle. Zahlreiche Untersuchungen der letzten Jahre zeigen, wie sehr sie den Bildungserfolg ihrer Kinder beeinflussen und dennoch sind gerade Eltern als Akteure in Bildungseinrichtungen vielfach unterrepräsentiert.

Partizipation in demokratischen Kitas und Schulen
Eine zentrale Herausforderung für Kitas und Schulen besteht darin, eine Kultur der Verantwortung zu gestalten, die die Mitwirkung aller am Bildungsprozess Beteiligten sichert und zur guten Praxis macht. Nur so lassen sich Chancengleichheit, der professionelle Umgang mit Heterogenität und die optimale Förderung aller Kinder und Jugendlichen gewährleisten.

Gute Beispiele
Die Fortbildungsreihe richtet sich an (zukünftige) ErzieherInnen und LehrerInnen sowie an Eltern und ihre VertreterInnen. In vier Veranstaltungen werden Praxisbeispiele aus dem Ausland und aus Berlin vorgestellt, die zeigen, wie Bildungseinrichtungen sich auf den Weg machen können, um Eltern erfolgreich in ihre Arbeit einzubeziehen. Im Rahmen der Reihe wird diskutiert, welche Strategien sich aus den Beispielen für eine stärkere Partizipation von Eltern ableiten lassen.


# 1 Wie wird die Kita zum Familientreffpunkt?
Donnerstag, 14. Mai 2009, 14 Uhr bis 18 Uhr 

Input und Praxisbeispiel 1:
SureStartChildrensCentres
Mülheimer EEC Pilotprojekt
Martina Kleinewegen – Leiterin der RAA Mühlheim
 
Praxisbeispiel 2:
Servicestelle Elternbeteiligung und Sprachförderung
Stephanie Woschniok, Müslüm Bostanci – Werkstatt für Integration und Bildung, Kreuzberg
 
Die Children´s and Early Excellence Centres entstanden als «Bewegung von unten» in Englands Kindertagesstätten. Engagierte Teams entwickelten mit Unterstützung von Universitäten und unabhängigen Instituten Konzepte, um den besonderen Notlagen benachteiligter Familien zu begegnen. Im Mittelpunkt stehen das Kind mit seiner Einzigartigkeit und seine Eltern als die wichtigsten Erziehungspartner in den ersten Jahren. Mittlerweile hat die britische Regierung beschlossen, das Konzept in «SureStartChildrens-Centres» landesweit in benachteiligten Regionen umzusetzen.
 
Die Berliner «Servicestelle Elternbeteiligung und Sprachförderung» ist eine Einrichtung, die in Kitas und Schulen arbeitet und die Vernetzung von Bildungsträgern im Stadtteil unterstützt. Sie gehört zum Kooperationsvorhaben «Werkstatt Integration durch Bildung» in Kreuzberg, an dem die bezirkliche Schulaufsicht und das Modellprogramm «Förderung von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund» beteiligt sind.

Mit:
Martina Kleinewegen, Leiterin, RAA Mühlheim
Stephanie Woschniok
Müslüm Bostanci, Werkstatt für Integration und Bildung, Kreuzberg