Dienstag, 12. September 2006 19.30 – 21.00 Uhr In meinem Kalender speichern

Wi(e)der die Armut? Positionen zu den Millenniumszielen der Vereinten Nationen

Buchpräsentation und Diskussion

Reihe Nachhalten 22: Gespräche zu Globalisierung und Nachhaltigkeit<br> <br> Die Millennium Development Goals (MDGs) definieren Entwicklungsziele der internationalen Staatengemeinschaft, die bis 2015 erreicht werden sollen: dazu gehören die Halbierung der Zahl der weltweit Armen und Hungernden, der Zugang zu Trinkwasser für über eine Milliarde Menschen, der Kampf gegen Aids und Malaria, die Erhöhung der Entwicklungshilfe, eine gesicherte "nachhaltige" Entwicklung und ein faires Handelssystem. Zwar werfen diese Zielvorgaben in der öffentlichen Wahrnehmung ein hoffnungsvolles Licht auf die prekäre Zukunft der Weltgesellschaft. Namhafte Expert(inn)en der Entwicklungspolitik bezweifeln jedoch die Erreichbarkeit der gesetzten Ziele und damit auch die Schlagkraft des gesamten Programms. <br> <br> In dem neu erschienen Band "Wi(e)der die Armut? Positionen zu den Millenniumszielen der Vereinten Nationen" analysieren VertreterInnen aus Wissenschaft, Politik und NGOs Bedeutung und Gehalt der Millennium-Entwicklungsziele sowie Strategien zu deren Umsetzung. Die AutorInnen nehmen das entwicklungspolitische Jahrtausendprojekt der Vereinten Nationen kritisch in den Blick und erläutern die politischen, sozioökonomischen und kulturellen Zusammenhänge, in denen sich die MDGs konstituieren.<br> <br> Christa Wichterich, Jens Martens, Gerhard Gad und Barbara Unmüßig diskutieren an diesem Abend als AutorInnen von "Wi(e)der die Armut?" mit dem Publikum ihre Thesen zu den UN-Millennium- Entwicklungszielen sowie Strategien zu deren Umsetzung.<br> <br> <b>Mit</b>:<br> <b>Christa Wichterich</b> (Publizistin)<br> <b>Jens Martens</b> (Global Policy Forum)<br> <b>Gerhard Gad</b> (VENRO)<br> <b>Barbara Unmüßig</b> (Heinrich-Böll-Stiftung)<br> <br> <b>Moderation</b>:<br> Katina Kuhn, Marco Rieckmann (Universität Lüneburg)<br>