Ausstellung

Donnerstag, 25. Januar 2024 – Sonntag, 28. April 2024 In meinem Kalender speichern

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Де роки квітучі пройшли | Wo die besten Jahre vergangen sind

Eröffnung der deutsch­-ukrainischen Sonderausstellung zur Zwangsarbeit in Furtwangen

In fast jedem Ort in Deutschland gab es im Zweiten Weltkrieg Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter. Mit 26 Millionen waren Zwangsarbeitende die größte Opfergruppe des Nationalsozialismus. Die damit verbundene Ausbeutung und Entrechtung geschah vor den Augen der Öffentlichkeit. Dennoch wurde in der Nachkriegszeit über Zwangsarbeit lange nicht gesprochen. Auch die Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter aus der ehemaligen Sowjetunion mussten schweigen. Denn bei ihrer Rückkehr waren sie dem Verdacht ausgesetzt, mit den Nationalsozialisten kooperiert zu haben.

Die Ausstellung der ukrainischen NGO after silence möchte den meist anonymen Opfern eine Stimme geben. Den Kern der zweisprachigen deutsch-ukrainischen Ausstellung bildet eine eindrückliche Serie von Aufnahmen ukrainischer Zwangsarbeiterinnen in Furtwangen. Die Aufnahmen zeigen Zwangsarbeit in einer Kleinstadt im ländlichen Raum aus der Perspektive der Opfer. Die NGO hat einige der Fotos bereits auf der Website While staying in Germany vorgestellt.

Eröffnung der deutsch­-ukrainischen Sonderausstellung zur Zwangsarbeit in Furtwangen - anschließend Besichtigung der Ausstel­lung und Möglichkeit zum gemeinsamen Austausch bei einem Getränk.

Ort: Deutsches Uhrenmuseum Furtwangen | Robert-Gerwig-Platz 1 | 78120 Furtwangen

Die Ausstellung ist bis zum 28. April 2024 zu sehen.


Programm am 25. Januar
 

Begrüßung

  • Nicole Deisenberger, Direktorin des Deutschen Uhrenmuseums

Grußworte

  • Martina Braun (MdL), Bündnis 90 / Die Grünen
  • Josef Herdner, Bürgermeister der Stadt Furtwangen

Einführung in ukrainischer Sprache

  • Andrii Usach, Direktor der NGO „Після тиші / After Silence“, Ukraine

Einführung in deutscher Sprache

  • Dr. Johannes Graf, Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Deutschen Uhrenmuseum

Musikalische Begleitung durch ukrainische Volkslieder

  • Oksana Kochedykova, Bandura
  • Oleksandra Kochedykova, Violine

Parallel zu Furtwangen werden zwei weitere Ausstellungen der NGO über ukrainische Zwangsarbeiterinnen zu sehen sein, eine in Gelsenkirchen, eine weitere in der Ukraine.


Vermittlungsprogramm

04.02. 14:00 Öffentliche Führung durch die Ausstellung


21.02. 20:00 Zwei Filme der Bundeszentrale für politische Bildung

  • Zwangsarbeit und Entschädigung und Sinaida Baschlai. Eine ukrainische „Ostarbeiterin“ in Haushalt und Rüstungsindustrie. Laufzeit: 45 min.

Kommunales Kino Guckloch e. V., Grieshaberstraße, Furtwangen


03.03. 14:00 Öffentliche Führung durch die Ausstellung


10.03. 15:00 Vortrag auf ukrainisch /Лекція українською мовою

Примусові робітники з України в Третьому Рейху. Історія, пам‘ять та сучасність, д-р Тетяна Пастушенко, Українська академія наук, Київ, Інститут історії України. Фуртвангенський університет, місце проведення буде повідомлено додатково.


11.03. 19:00 Vortrag

Zwangsarbeiterinnnen und Zwangsarbeiter aus der Ukraine im Dritten Reich. Geschichte, Gedenken und Gegenwart. Dr. Tetiana Pastushenko, Ukrainische Akademie der Wissenschaften Kiew, Institut für ukrainische Geschichte. Hochschule Furtwangen, Raum wird noch bekanntgegeben.


07.04. 14:00 Öffentliche Führung durch die Ausstellung

Weitere Informationen

Adresse
▶ Siehe Veranstaltungsbeschreibung
Veranstalter/in
Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg
Sprache
Deutsch
Ukrainisch
Teilnahmegebühren
kostenfrei - eine Anmeldung ist nicht erforderlich.