Freitag, 27. Mai 2016 – Freitag, 03. Juni 2016 In meinem Kalender speichern

Woche gegen Rechts | Für Demokratie

Gemeinsam | Solidarisch | Grenzenlos

Brennende Unterkünfte von Geflüchteten, Angriffe auf Menschen, die als fremd definiert werden, hate speech online und offline – derzeit gibt es erschreckend viele Gründe, sich gemeinsam gegen Rassismus und gegen extreme Rechte stark zu machen. Organisierte Neonazis im und außerhalb des Parteiensystems profitieren von der Verbreitung rassistischer und nationalistischer Positionen in der sogenannten Mitte der Gesellschaft . Dieser Entwicklung wollen wir gemeinsam entgegentreten und der Ausgrenzungslogik die Idee einer solidarischen und diskriminierungsfreien Gesellschaft entgegensetzen, in der die Lebenschancen von Menschen nicht von deren Pass abhängen.
Um uns zu vernetzen, uns auszutauschen und uns gemeinsam gegen Rassismus und gegen Neonazis zu positionieren, veranstalten wir als breites Bündnis aus verschiedenen Organisationen und Gruppen die Woche gegen Rechts. Die Woche beginnt am 27. und 28. Mai 2016 mit einer gemeinsamen öffentlichen Aktion auf dem Goseriedeplatz und endet mit einem „Tag des demokratischen Engagements“ am 3. Juni 2016 am Neuen Rathaus. Dazwischen gibt es zahlreiche Veranstaltungen einzelner Bündnispartner*innen, bei denen eines klar wird:
Wir haben kein Bock auf Neonazis und Rassismus!


Auftaktveranstaltung 27./28. Mai 2016
Wir beginnen am Freitag den 27. Mai 2016 um 16 Uhr und am Samstag den 28. Mai 2016 um 12 Uhr mitten auf dem Goseriedeplatz in Hannover. Denn unsere Woche gegen Rechts soll sich nicht nur in geschlossenen Veranstaltungsräumen abspielen, sondern wahrnehmbar und für Interessierte mitgestaltbar sein. Deshalb laden wir dazu ein, zwei Tage auf dem Goseriedeplatz in Hannover öffentlich in einen Austausch zu kommen, sich zusammen zu informieren und Aktionen durchzuführen, gemeinsam zu kochen und sich kennenzulernen. Neben einem Bühnenprogramm mit kulturellen Beiträgen gibt es Workshops und Ausstellungen, Filme und Straßenaktionen sowie Angebote für Kinder.
Datum: 27.05.2016 ab 16 Uhr | 28.05.2016 ab 12 Uhr
Veranstaltungsort: Goseriedeplatz, gegenüber der Kestnergesellschaft

Interkulturelles Nachbarschaftsgrillen
Eine Gemeinschaftsaktion des Präventionsrates Buchholz-Kleefeld und dem Kreisjugendwerk der AWO
Kulinarisch-internationaler Austausch, Sport und Spiel für Jung und Alt, verschiedene Infostände (mehrsprachig), Kreativangebote, Aufführungen, u.v.m.
Bitte Grillgut oder Beilagen für das Buffet mitbringen.
Datum: Freitag 27.05.2016, 16-19 Uhr
Veranstaltungsort: Camelot | Stenhusenstr. 12a | Hannover/Kleefeld
Kontakt: Julia Preusse | Tel.: 0511 5389844 | camelot@kjw.de
Veranstalter*innen: Präventionsrat Buchholz-Kleefeld | AWO Kreisjugendwerk

Multimediales Tanztheater „Wohin?“
Eine Kooperation zwischen kargah e.V. und dem Birkenhof Bildungszentrum.
Die Schüler des Abschlussjahrgangs der Berufsfachschule Sozialassistenz des Birkenhof Bildungszentrums arbeiten gemeinsam mit Geflüchteten an einem kulturellen Aufführungsprojekt. Die Teilnehmenden (ca. 120) erarbeiten gemeinsam mittels Tanz, Schauspiel, Chor und Videokunst ein Stück rund um das Thema „Flucht“.
Datum: Freitag, 27.05.216, 19 Uhr
Veranstaltungsort: Waldhalle (Birkenhof) | Bleekstraße 20 | 30559 Hannover
Veranstalter*innen: kargah e.V. | Birkenhof Bildungszentrum

Ausstellung der Friedrich-Ebert-Stiftung
„Demokratie stärken – Rechtsextremismus bekämpfen“

Die Ausstellung „Demokratie stärken – Rechtsextremismus bekämpfen“ des Landesbüros Niedersachsen zeigt die Gefahren auf, die vom Rechtsextremismus als Bedrohung für Demokratie und Menschenwürde ausgehen. Sie stellt die Grundlagen für rechtsextremes Verhalten und Einstellungen dar und zeigt, welche Formen rechtsextreme Weltbilder und Argumentationsweisen annehmen können. Sie zeigt die Grundlagen unserer Demokratie, die Abgründe des Rechtsextremismus und die Übergänge dazwischen. Immer mit Blick auf die Situation in Niedersachsen.
Datum: 27.05.-10.06.2016
Veranstaltungsort: Rotation | 1. Etage | ver.di-Höfe | Goseriede 10-12, öffentlich und kostenlos zugänglich Mo-Fr 9-18 Uhr | Auf Anfrage werden für Gruppen auch Führungen angeboten.
Kontakt: Jeannine Geißler, Tel. 0511-12400316,
Mail: jeannine.geissler@verdi.de
Veranstalter*innen: GPR der Landeshauptstadt Hannover | ver.di Bezirk Hannover/Leine-Weser | Bildungswerk ver.di23.

Podiumsdiskussion zur Ausstellung
„Demokratie stärken – Rechtsextremismus bekämpfen“

Es diskutieren Sophia Michaelis (Landesbüro Niedersachsen der Friedrich-Ebert-Stiftung), Michael Höntsch (MdL, zuständig in der SPD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag für den Kampf gegen rechts), Golschan Ahmad Haschemi (Amadeu-Antonio-Stiftung, Projekt »ju:an«-Praxisstelleantisemitismus- und rassismuskritische Jugendarbeit) und Marion Tannhäuser (Vorsitzende ver.di Ortsverein Hannover und GPR LHH) zu den Fragen: Was ist Demokratie und wie können wir sie gemeinsam erleben? Warum ist Rechtsextremismus so gefährlich? Welches Weltbild steckt hinter rechtsextremen Ideologien und was können wir dem entgegen setzen?
Datum: 30.05.2016, 17 Uhr
Veranstaltungsort: Rotation | Bistro | ver.di-Höfe | Goseriede 10-12
Veranstalter*innen: Friedrich-Ebert-Stiftung | GPR der Landeshauptstadt Hannover | ver.di Bezirk Hannover/Leine-Weser

Filmvorführung „Hotel California“
Jugendliche, die nach Deutschland geflüchtet sind, leben mitten in der Pampa in einem ehemaligen Hotel. Die Bedingungen sind schlecht, die Stimmung dementsprechend mies. Dazu kommt die Dorfjugend, die von den ständig wechselnden »Hotelgästen« wenig hält. Mit Elyas kommt neuer Wind in die Unterkunft : Er nimmt nicht alles hin, sucht nach Lösungen (und Pilzen) und stellt die Bude auf den Kopf. In unserem Kurzspielfilm erzählen wir eine Geschichte über das Leben junger Menschen mit und ohne Fluchterfahrung. Vor der Kamera stehen gut 25 Jugendliche, die in Deutschland leben – die Hälfte von ihnen ist in den letzten Jahren aus Afghanistan, Somalia, Indien, der Elfenbeinküste oder dem Iran geflüchtet. Der Film ist unser aller Statement für mehr Solidarität und Menschlichkeit, für eine andere Flüchtlingspolitik. Wir zeigen, dass wir gemeinsam etwas erreichen können, dass abschieben, wegsperren und Grenzen schließen zu nichts führt.
Im Anschluss an die Filmvorführung besteht die Möglichkeit mit einigen Darstellern aus dem Film ins Gespräch zu kommen. Wer noch mehr Infos zum Film sucht, findet sie hier: www.hotelcaliforniafilm.de
Datum: Samstag 28.05.2016, 16-17:30 Uhr
Veranstaltungsort: Bildungswerk Ver.di (Bitte der Ausschilderung folgen) „Hotel California“

Impro-Theater-Workshop „Sind wir das Volk?!“
Mitmachen können Jugendliche zwischen 12-16 Jahre, max. 25 Teilnehmende.
Unter dem Motto „Sind wir das Volk?!“ beschäftigen wir uns spielerisch und kreativ mit dem Themen Status, Vor- und verurteilen, Aufstand und Unterdrückung. Ziel ist es am 02.06.2016 eine Szenencollage zu präsentieren. Bitte bequeme Kleidung und was zu Trinken und zu Essen mitbringen. Eine Anmeldung ist erforderlich.
Datum: Samstag, 28. und Sonntag, 29.05.2016 jeweils von 10-16 Uhr
Veranstaltungsort: Stadtteilzentrum Lister Turm, Studiobühne (Raum 27) in
Kooperation mit dem JZ die Falken Lister Turm
Anmeldung: Stadtteilzentrum Lister Turm, unter Tel.: 168-42402 oder lilian.martinez-miguel@hannover-stadt.de

Gottesdienst unter dem Motto:
„Zur Freiheit berufen! Christliche Thesen gegen Rechtsextremismus“

Die „Initiative Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus“ lädt gemeinsam mit der Marktkirchengemeinde zu einem Gottesdienst unter dem Motto:„Zur Freiheit berufen! Christliche Thesen gegen Rechtsextremismus“ ein. Die „Ideologie der Ungleichheit“, die der Rechtsextremismus und andere Extremismen verbreiten, widerspricht zutiefst dem christlichen Menschenbild von der gleichen Würde jedes einzelnen Menschen. Der Gottesdienst wird gestaltet ausgehend von Thesen, die Jugendliche erarbeitet haben.
Datum: Sonntag, 29.05.2016, 10 Uhr
Veranstaltungsort: Marktkirche Hannover
Veranstalter*innen: Initiative Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus | Marktkirchengemeinde

Gestatten: Amnesty International.
Rechte Gewalt ist nicht nur uns ein Dorn im Auge sondern auch ein Affront gegen die Menschenrechte. Darum sind wir, die Hochschulgruppe und der Bezirk Hannover, dabei. Mit Infos ausgerüstet wollen wir für Herz und Hirn etwas bieten und die Null-Toleranz- Flagge zeigen für Menschenrechtsverletzungen. In Kooperation mit dem Freizeitheim Linden zeigen wir die Ausstellungen „Bootsflüchtlinge“ und „Verfolgung. Flucht. Ankommen...Willkommen?“
(31.05. - 3.6.16: 16-20 Uhr und 4.6.16: 16-22 Uhr; ab fünf Personen auch außerhalb dieser Zeiten mit Anmeldung: jfes@hotmail.de). Wir laden Schulklassen ganz herzlich zu Rundgang und Quiz ein.
Am 31.05.2016, 19:30 Uhr führen wir zusammen mit dem Filmemacher Tobias Hoffmann die Dokumentation „Flucht, Fußball und ein Stückchen Glück“ (2015) vor: die originelle und rührende Geschichte über die erste deutsche aus Flüchtlingen bestehende Fußballmannschaft.
Am 02.06.2016, 19:30 Uhr wollen wir zusammen in den Film „Can‘t be silent“ (2013) eintauchen, eine musikalisch begleitete Dokumentation über Musiker zwischen Rampenlicht und drohender Abschiebung.
Ort aller Veranstaltungen: Freizeitheim Linden | Windheimstr. 4 | 30451 Hannover | Wie die Menschenrechte selbst sind die Veranstaltungen gratis, Spenden immer willkommen.

Rojava strahlt bis Hannover
Ein friedliches Zusammenleben durch Partizipation von Minderheiten und Selbstverwaltung. Das Modell „Rojava“ in Nordsyrien bietet eine Perspektive für Syrien und den Nahen Osten. In Rojava wurde vor 2 Jahren ein Gesellschaftsvertrag und eine demokratische Selbstverwaltung aufgebaut. Dabei sind beide Geschlechter sowie ethnische und religiöse Minderheiten gleichberechtigt beteiligt. Wir wollen in dieser Veranstaltung das Modell „Rojava“ näher kennenlernen und von den Erfahrungen mit dem Gesellschaftsvertrag in der Praxis berichten. Gemeinsam wollen wir diskutieren, ob und wie die Ideen von Rojava auch bei uns umsetzbar sind und neue Impulse für das Zusammenleben und -arbeiten in den Stadtquartieren geben können.
Podiumsdiskussion mit Sinam Mohamad (Vorsitzende der Außenbeziehungen von Rojava) | Anja Flach (Ethnologin) | Prof. Dr. Karin Lenhart-Roth (Hochschule Hannover, angefragt)
Datum: Dienstag, 31.05.2016 um 19 Uhr
Veranstaltungsort: ver.di-Höfe | Goseriede 10-12 | Hannover
Veranstalter*innen: Initiative „Hannover für Rojava und Shengal“ in Kooperation mit dem Bildungswerk ver.di.

Filmabend mit Geflüchteten
Geflüchteten nicht nur unsere Kultur näherbringen, sondern auch ihre eigene kennenlernen: Bei geselligem Beisammensein, Limo und Knabberkram wollen wir dem etwas näherkommen und sehen uns zusammen mit geflüchteten Menschen einen Film aus ihrem Herkunftsland an. Der Abend soll Möglichkeiten bieten, miteinander ins Gespräch zu kommen und neue Leute aus neuen Kulturen kennenzulernen. Der Film wird wahrscheinlich auf Englisch mit Untertiteln vorgeführt, alle Arten von Sprachkenntnissen sind willkommen!
Datum: Mittwoch | 01.06.2016 um 19:00 Uhr
Veranstaltungsort: JANUN Hannover e.V. | Fröbelstraße 5 | 30451 Hannover
Veranstalterin: JANUN Hannover e.V. | Fröbelstraße 5 | 30451 Hannover

„Deutschrap den Deutschen“ – Zu nationalistischen Entwicklungen im Hip-Hop
Mit Anna Groß (Sprach- & Kulturwissenschaft lerin, Musiklabel Springstoff, Berlin) u.a.
Nazis, die rappen? Führerkult, Reichsadler und HipHop? Ja, das gibt es. Nazis haben immer schon spannende Jugend- und Subkulturen kopiert, unterwandert und zu ihren eigenen Gunsten interpretiert, um gerade junge Menschen für die Szene zu ködern. In den 2000ern nahm etwas seinen Anfang, das noch in den 1990er Jahren unvorstellbar war: Deutsch-patriotischer Rap. Heute ist der Rap mit dem Adler auf der Motorhaube ein fester Bestandteil der einflussreichsten Jugendkultur in Deutschland. Von seiner krassesten Ausprägung, dem NS-Rap, lässt sich der patriotische Rap nicht trennen. Dabei ist Rap grundsätzlich weder besser noch schlechter als die Gesellschaft , in der er stattfindet. Egal, ob Fußballpatriotismus, nationalistische Verdrängung der NS-Verbrechen oder Neonazi-Ideologie – alle diese Phänomene gibt es auch ohne Rap. Jedoch haben sie inzwischen eben auch in jener Jugendkultur einen Platz gefunden, die eigentlich als selbstbewusste Reaktion auf Rassismus und gegen die Zuordnung nach Herkunft entstanden ist.
Datum: Donnerstag | 02.06.2016 um 18 Uhr
Veranstaltungsort: Indiego Glocksee | Glockseestraße 35 | Hannover
Veranstalterin: Rosa-Luxemburg-Stiftung Niedersachsen

Poetry Slam: „Macht Worte! gegen rechts“
„Kein Fußbreit den Faschisten!“ und „Nazis raus!“ – diese Losungen gehören nicht erst seit jüngster Zeit zu den demokratisch-freiheitlichen Überzeugungs-Grundfesten unserer aufgeklärten Bürgergesellschaft . Und doch scheint nationalistisches und rechtes Gedankengut derzeit nicht nur in Deutschland einen Höhenflug der allgemeinen Akzeptanz zu „genießen“.
Bei „Macht Worte! gegen Rechts“ widersprechen acht Dichterinnen und Dichter energisch, nachhaltig-pointenreich und definitiv politisch diesem Trend. Aus vollem Haltungsherzen. Denn Position zu beziehen heißt in diesem Fall mit gutem Beispiel voranzugehen. Für eine haltungsstarke Moderation sorgen Jörg Smotlacha und Henning Chadde.
Datum: Donnerstag | 02.06.2016 | Einlass 19 Uhr | Beginn 19.30 Uhr
Veranstaltungsort: Kulturzentrum Faust | Warenannahme
Eintritt: VVK/AK 7,- Euro | ermäßigt 5,- Euro

„Tag des demokratischen Engagements“ am Rathaus
Unter dem Motto „Demokratie tut gut! Hannover ist dabei!“ ein Zeichen setzen für Vielfalt, Menschenrechte und Demokratie, das ist das Programm für den 3. Juni. In der Zeit von 9 bis 13 Uhr gibt es ein Jugend-orientiertes Programm ausschließlich für Schulen u.a. mit Bürgermeister Thomas Hermann. Ab 13 bis 17 Uhr öffnet das Rathaus seine Türen für alle interessierten Einwohnerinnen und Einwohner. Es wird Ausstellungen, Vorträge sowie Workshops geben zu Themen wie Bürgerbeteiligung, Polizei in der NS-Zeit, Menschenrechte und Flucht. Ein öffentliches Streitgespräch widmen wir der Frage: „Muss Demokratie langweilig sein?“
Datum: Freitag, 03.06.2016, 9-17 Uhr
Veranstaltungsort: Neues Rathaus | Trammplatz 2 | 30159 Hannover
Veranstalterin: Landeshauptstadt Hannover, Sachgebiet Integration

 

Für weitere Veranstaltungen siehe Event-Flyer. Das volle Programm findet sich in Kürze unter: www.hannover.de/woche-gegen-rechts sowie unter: www.integration-hannover.de

Veranstalterin: Landeshauptstadt Hannover in Kooperation mit: Stiftung Leben & Umwelt / Heinrich-Böll-Stiftung Nds. | Warmbüchenstraße 17 | 30159 Hannover | 0511 30 18 57 0 | info@slu-boell.de | www.slu-boell.de und vielen weiteren Partner*innen.

 

 

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