- Freitag, 10. November 2006 – Samstag, 11. November 2006 In meinem Kalender speichern
Workshop: Arbeit – Gender – Technik. Koordinaten postindustrieller Modernisierung, München
Interdisziplinärer Workshop des Graduiertenkollegs
Der Workshop thematisiert das
Zusammenwirken von Technik, Körper und
Geschlecht und fragt nach den
wechselseitigen Abhängigkeiten dieser drei
Kategorien. Die Kategorien werden dabei als
soziale Konstrukte gesehen, die in Bezug
zueinander gebildet werden.<br>
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Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass
Technik nach Gender-Kriterien geformt und
unter Gender-Konstellationen produziert und
genutzt wird. Technik formt den Körper und
dient der Inszenierung von Geschlecht und
Körper. Sie dringt in Körper ein, ihre
Wirkungsweise am Körper wird von
geschlechtsspezifischen Kriterien bestimmt.
Welchen Anteil hat Technik generell am
Konstruktionsprozess von Körper und
Geschlecht?
In den letzten Jahren spielte das
Zusammenwirken von Körper, Geschlecht und
Technik in den unterschiedlichen
Forschungsdisziplinen eine immer größere
Rolle. Neue Forschungsgebiete, wie etwa die
Gender and Technology Studies haben sich
etabliert. Technikabhängige
Konstitutionsprozesse von Körper und
Geschlecht sind zunehmend ins Blickfeld
gerückt. Die sozialwissenschaftliche
Forschung allerdings sieht in der
Vergeschlechtlichung des Körpers noch eher
einen diskursiven und kulturellen
Herstellungsprozess. Hingegen
berücksichtigen Studien zur Technisierung
des Körpers wiederum geschlechtsspezifische
Fragen nur am Rande. Kontrovers diskutiert
wird die Frage, wie die Technisierung der
Geschlechterdifferenz die soziale Bedeutung
von Geschlecht berührt.<br>
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Der Workshop bietet die Möglichkeit, neuere
Forschungsergebnisse vorzustellen und zu
diskutieren. Arbeiten zu folgenden
Themenbereichen kommen besonders in Frage:<br>
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- Körpertechniken – Körper als Orte
menschlicher Interaktion und Kommunikation<br>
- Formung und Nutzung von Technik –
Genderprozesse bei Entwicklung und Einsatz
von Technik<br>
- Technikeinsatz am Körper – Inkorporierung
des Technischen<br>
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Wir freuen uns auf Themenvorschläge aus den
Geschichts- und Kulturwissenschaften,
Sozialwissenschaften und der Ethnologie und
Medizin sowie allen anderen Disziplinen,
deren Forschungsgebiete sich einer oder
mehrerer der genannten Fragestellungen
widmen. Fallbeispiele zu einem Themenfeld
sind ebenso willkommen wie methodische oder
theoretische Zugänge.<br>
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Der Workshop will ein Forum für „work in
progress“ sein und wendet sich daher
insbesondere an Doktoranden und
Doktorandinnen und alle, die laufende
Arbeiten vorstellen und diskutieren
möchten.<br>
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Die Vorträge sollten sich auf 20 Minuten
beschränken, um genug Raum für intensive
Diskussionen zu lassen.<br>
Programm (PDF)