Montag, 12. Januar 2009 09.00 – 16.00 Uhr In meinem Kalender speichern

Workshop: Genderperspektiven auf gewaltförmige Konflikte und auf Migration

Praxisfelder der Sozialen Arbeit

Bürgerkriege und Massenvertreibungen stellen gewaltförmige Konflikte dar, die einhergehen mit
(sexualisierten) Folterfahrungen und Kriegstraumatisierungen auch für die Zivilbevölkerungen –
insbesondere für Frauen und Kinder. Humanitäre und therapeutische Interventionsangebote erscheinen oftmals hilflos angesichts des Ausmaßes an physischem und psychischem Leid z.B. durch Massenvergewaltigungen als demoralisierende Kriegsstrategie. Auch zu Friedenszeiten stellt der professionelle Umgang mit Gewaltopfern eine Herausforderung dar, die es unter Genderaspekten (der gesellschaftlichen Geschlechterverhältnisse wie der kulturellen Konstruiertheit von Geschlecht) zu reflektieren gilt.

Diskussionen mit:
Marion Schneider (UKE Hamburg): Trauma-Verarbeitung bei MigrantInnen
Gabriele Müller (SEKA Hamburg): Der friedenstherapeutische Ansatz des Projekts SEKA (Bosnien-Herzegowina)
Hans-Joachim Lenz (Freiburg): Gewalt gegen Männer und die kulturelle Verleugnung der männlichen Verletzbarkeit - eine Herausforderung für die Soziale Arbeit
Prof. Dr. Sabine Stövesand (HAW Hamburg): Gewalt in Geschlechterbeziehungen
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