Fachtagung Samstag, 28. November 2020

Workshop zu Anti-Bias Bildung

für Stipendiat*innen- der Heinrich-Böll-Stiftung

Datum, Uhrzeit
Sa., 28. Nov. 2020,
10.00 – 16.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Adresse
▶ Siehe Veranstaltungsbeschreibung

Sprache
Deutsch
Veranstalter/in
Landesstiftung Nordrhein-Westfalen
Ich sehe das, was du nicht siehst:
Grundlagen der Anti-Bias (Bias=Voreingenommenheit) Bildung

Vielfalt in der Gesellschaft bedeutet nicht automatisch gelungene soziale Inklusion. Die Gestaltung und Pflege von Sozialer Inklusion ist ein Prozess, der nur gelingen kann, wenn aktiv Rahmenbedingungen dafür geschaffen werden, dass alle ihre Potenziale optimal entfalten und vielfältigste gesellschaftliche Teilhabebarrieren abgebaut werden können.
Ein entscheidendes Element hierfür ist eine differenzsensible Haltung aller Beteiligten, jeglicher Form von Exklusion und Diskriminierung entschieden entgegenzutreten. Der langjährig erprobte Anti-Bias-Ansatz kann wertvolle Hilfestellung leisten, die Sensibilität für Diskriminierung zu schärfen und die gesellschaftlichen Teilhabebarrieren abzubauen.
Die Auseinandersetzung mit der eigenen Haltung ist eine der Kernfragen des Anti-Bias-Ansatzes (Bias=Voreingenommenheit): Wie gehe ich mit Vorurteilen, Macht und Ideologien von der Überlegenheit und Unterlegenheit von mir selbst und anderen um? Dabei geht es u.a. nicht nur darum, "Kulturelle Rahmen" zu interpretieren, sondern auch darum, verschiedene andere potentiell diskriminierende Faktoren wie Geschlecht, sexuelle Orientierung, Religiöse Zugehörigkeit, geistige und physische Herausforderung usw. in den Blick zu nehmen.
Die Anwendung des Anti-Bias-Ansatzes lädt zu einem Perspektivwechsel ein und zieht Konsequenzen für das pädagogische und bildungspolitische Handeln auf individueller, gesellschaftlicher und institutioneller Ebene. Das Ziel ist es, die Fähigkeit zu entwickeln, Differenzen wahrzunehmen und unterschiedliche Menschen wertzuschätzen, anzuerkennen und mit Respekt zu behandeln. Der interaktive Workshop vermittelt Ihnen durch Gestaltung des Raums für Selbstreflexion, kurze fachliche Inputs und Einzel-, Paar und Kleingruppenarbeit sowie moderierten Erfahrungsaustausch erste Anregungen für einen vorurteilsbewussten Umgang mit vielfältigen Potenzialen und Barrieren für die Bildungsarbeit und gesellschaftliche Teilhabe.

Referent: Dr. phil. Prasad Reddy, Geschäftsführung, Zentrum für soziale Inklusion Migration und Teilhabe/Bonn

Anmeldung bei Iris.Witt@boell-nrw.de