- Donnerstag, 08. Oktober 2009 19.30 – 21.30 Uhr In meinem Kalender speichern
Zeitgeschichte im Gespräch #22
Einsatz ohne Ziel? Die Politikbedürftigkeit des Militärischen
Buchpräsentation mit Podiumsdiskussion
Mit:
Klaus Naumann, Autor und Historiker am Hamburger Institut für Sozialforschung
Winfried Nachtwei, MdB Bündnis 90/Die Grünen
Martin Kutz, wiss. Direktor a.D. an der Führungsakademie der Bundeswehr Hamburg
Moderation:
Marianne Zepp, Referentin Zeitgeschichte, Heinrich-Böll-Stiftung
Als im September 2009 in der afghanischen Stadt Kundus ein deutscher Offizier den Befehl gab, zwei Tanklaster zu bombardieren, und diese Aktion über 100 Tote brachte, war der deutschen Öffentlichkeit nicht mehr vorzuenthalten, dass es sich bei den Auslandseinsätzen um mehr handelt als um den Schutz der Zivilgesellschaft Afghanistans.
Seit dem Ende des Kalten Krieges lässt sich das Paradigma der deutschen Außenpolitik und damit der Bundeswehr, eine reine Verteidigungsarmee zu sein, nicht mehr aufrechterhalten. Zugleich ist das Leitbild des Staatsbürgers in Uniform ins Wanken geraten.
Globale Sicherheitsvorsorge, die Interventionen in Krisen- und Kriegsgebieten stellen das Militär vor neue Herausforderungen. Diese Planungs- und Strategiefähigkeit erfordert eine starke Verzahnung von Militär und Politik.
Klaus Naumann sieht in der derzeitigen Politik weder klare Ziele noch ausreichende Mittel oder absehbare Perspektiven. Er fordert ein Umdenken, sowohl für die politische Klasse, deren Strategiefähigkeit erhöht werden müsste, als auch für die militärischen Eliten.
Wie sieht der Offizier der Zukunft aus, der Experte und Interpret, Akteur und Stratege zugleich sein muss? Welche Anforderungen muss eine Politik erfüllen, um verantwortungsvoll auf die neuen globalen Veränderungen reagieren zu können?
Klaus Naumann, `Einsatz ohne Ziel? Die Politikbedürftigkeit des Militärischen`
Hamburger Edition, Hamburg 2008, 138 Seiten, 12 Euro
Fachkontakt:
Marianne Zepp
Fon: 030-28534-234
E-Mail: zeitgeschichte@boell.de
Mit:
Klaus Naumann, Autor und Historiker am Hamburger Institut für Sozialforschung
Winfried Nachtwei, MdB Bündnis 90/Die Grünen
Martin Kutz, wiss. Direktor a.D. an der Führungsakademie der Bundeswehr Hamburg
Moderation:
Marianne Zepp, Referentin Zeitgeschichte, Heinrich-Böll-Stiftung
Als im September 2009 in der afghanischen Stadt Kundus ein deutscher Offizier den Befehl gab, zwei Tanklaster zu bombardieren, und diese Aktion über 100 Tote brachte, war der deutschen Öffentlichkeit nicht mehr vorzuenthalten, dass es sich bei den Auslandseinsätzen um mehr handelt als um den Schutz der Zivilgesellschaft Afghanistans.
Seit dem Ende des Kalten Krieges lässt sich das Paradigma der deutschen Außenpolitik und damit der Bundeswehr, eine reine Verteidigungsarmee zu sein, nicht mehr aufrechterhalten. Zugleich ist das Leitbild des Staatsbürgers in Uniform ins Wanken geraten.
Globale Sicherheitsvorsorge, die Interventionen in Krisen- und Kriegsgebieten stellen das Militär vor neue Herausforderungen. Diese Planungs- und Strategiefähigkeit erfordert eine starke Verzahnung von Militär und Politik.
Klaus Naumann sieht in der derzeitigen Politik weder klare Ziele noch ausreichende Mittel oder absehbare Perspektiven. Er fordert ein Umdenken, sowohl für die politische Klasse, deren Strategiefähigkeit erhöht werden müsste, als auch für die militärischen Eliten.
Wie sieht der Offizier der Zukunft aus, der Experte und Interpret, Akteur und Stratege zugleich sein muss? Welche Anforderungen muss eine Politik erfüllen, um verantwortungsvoll auf die neuen globalen Veränderungen reagieren zu können?
Klaus Naumann, `Einsatz ohne Ziel? Die Politikbedürftigkeit des Militärischen`
Hamburger Edition, Hamburg 2008, 138 Seiten, 12 Euro
Fachkontakt:
Marianne Zepp
Fon: 030-28534-234
E-Mail: zeitgeschichte@boell.de
- Veranstalter*in
- Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin