Dienstag, 13. Oktober 2009 19.30 – 21.30 Uhr In meinem Kalender speichern

Zeitgeschichte im Gespräch #23

Die Suche nach Sicherheit. Eine Geschichte der Bundesrepublik Deutschland von 1949 bis in die Gegenwart

Buchvorstellung mit Podiumsdiskussion

Mit:
Eckart Conze, Autor, Universität Marburg
Carolin Emcke, Journalistin, Die Zeit
Ralf Fücks, Vorstand Heinrich-Böll-Stiftung

Moderation:
Marianne Zepp, Referentin Zeitgeschichte, Heinrich-Böll-Stiftung
 
Angesichts der Finanzkrise, einer sinkenden Wahlbeteiligung und einem militärischen Engagement in aller Welt stellt sich die Frage, ob die Erfolgsgeschichte der Bundesrepublik zu Ende geht.

Eckart Conze, Zeitgeschichtler an der Universität Marburg, bietet mit seinem Buch einen Beitrag zum Selbstverständnis der Deutschen zu Beginn des 21. Jahrhunderts.  Die Entwicklung des Sozialstaates und dessen Zukunft, die Leitprinzipien der Außen- und Sicherheitspolitik, Einwanderungs- und Migrationspolitik und nicht zuletzt die Auseinandersetzungen mit dem Nationalsozialismus und seinen Verbrechen sind die Themen, die dieses Selbstverständnis prägen.  
Die Suche nach Sicherheit sieht Conze dabei als das Prinzip, nach dem die Bundesrepublik sich während ihrer Gründung ausgerichtet hat: Es beeinflusste den Aufbau der Institutionen ebenso wie die Grundlagen der Politik.

Erodiert dieses Sicherheitsgefühl heute angesichts der neuen „Weltunordnung“ und dem Ende des Kalten Krieges? Kollidiert es mit den Anforderungen an die Institutionen nach mehr Flexibilität und Reformfähigkeit? Welche Folgen hat dies für die Mittelmacht Deutschland 20 Jahre nach ihrer Vereinigung?    
  
Die Suche nach Sicherheit Eine Geschichte der Bundesrepublik Deutschland von 1949 bis in die Gegenwart, Siedler, 1072 Seiten, 39,95 Euro.