Podiumsdiskussion

Montag, 09. April 2018 19.30 – 21.00 Uhr In meinem Kalender speichern

Podiumsdiskussion

Zivilgesellschaft in der heutigen Türkei

Über Herausforderungen, Allianzen und neue Wege

Unter dem autoritären Regime Recep Tayyip Erdoğans werden in der Türkei demokratische Freiheiten und Rechte wie die auf freie Meinungsäußerung und auf friedliche Versammlung immer mehr eingeschränkt, Journalisten verfolgt und unterdrückt. Berühmtes Beispiel ist der Journalist Deniz Yücel, der ein Jahr ohne Anklage in Untersuchungshaft saß, aber nur einer von mehr als 150 inhaftierten Journalisten ist.

Mit der - wenn auch knappen - Zustimmung zur Verfassungsänderung im April vergangenen Jahres wurde das Amt des Staatspräsidenten zur zentralen Machtposition erhoben, das System der parlamentarisch kontrollierten Regierung abgeschafft.

Welche Auswirkungen hat dieser politische Systemwechsel auf die türkische Gesellschaft und internationale Beziehungen? Was bedeutet es, in der heutigen Türkei, politisch und kritisch zu arbeiten? Welche Folgen haben politische Restriktionen auf gesellschaftliche Organisationen? Diese Fragen wollen wir mit Kristian Brakel, Leiter des Türkei-Büros der Heinrich-Böll-Stiftung, und der Menschenrechtlerin Emel Kurma beleuchten. Und schließlich danach fragen, wie die Zivilgesellschaft in der Türkei unterstützt und politische Freiheiten zurückgewonnen werden können.

Moderation: Dr. Pierre Gottschlich, Institut für Politik- und Verwaltungswissenschaften, Universität Rostock

Ort: FRIEDA 23 Studio, Friedrichstr. 23, Rostock

Veranstalter*in
Landesstiftung Mecklenburg-Vorpommern
Sprache
Deutsch