Mittwoch, 04. März 2009 19.30 – 00.00 Uhr In meinem Kalender speichern

Zukunft des Sozialen #10

Die Bürgerprivatversicherung - ein neuer Weg in der Krankenversicherung?

Vortrag mit Diskussion

Steigende Kosten, fehlender Wettbewerb, ungünstige demografische Entwicklungen: Die staatlichen und privaten Krankenversicherungen stehen vor Herausforderungen, die mit den bestehenden Systemen kaum zu bewältigen sind. Ein Teil der Probleme liegt darin begründet,  dass die Versicherungen die anfallenden Kosten im Umlageverfahren finanzieren, d.h. sie sind darauf angewiesen, dass es immer eine ausreichende Zahl von jungen, gesunden Versicherten gibt.

Die Bürgerprivatversicherung ist ein Konzept für ein effizientes Gesundheitssystem, in dem jeder Bürger unabhängig von seinem Einkommen Zugang zu Gesundheitsleistungen hat. Es handelt sich um ein kapitalgedecktes System, das sich an das Modell der privaten Krankenversicherungen in Deutschland anlehnt - mit dem entscheidenden Unterschied, dass der Wechsel zwischen zwei Versicherungsgesellschaften jederzeit möglich ist. Dadurch kommt es zu einem verstärkten
Wettbewerb zwischen Versicherungen um die bestmögliche Versorgung der Versicherten mit Gesundheitsdienstleistungen.

Ist das Konzept der Bürgerprivatversicherung ein überzeugender Ansatz für die Verbesserung unseres Gesundheitssystems?

Prof. Dr. Eekhoff, Professor für Wirtschaftspolitik an der Universität zu Köln und Geschäftsführender Direktor des Otto-Wolff-Instituts für Wirtschaftsordnung (OWIWO) stellt das Konzept der Bürgerprivatversicherung zur Diskussion, das von einer Forschergruppe im OWIWO entwickelt wurde.

Nähere Informationen über das Konzept finden Sie auf der Seite des  Otto-Wolff-Instituts für Wirtschaftsordnung.

Mit:
Prof. Dr. Johann Eekhoff
(Universität Köln)
Biggi Bender (MdB, Bündnis90/Die Grünen)

Moderation:
Ralf Fücks (Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung)