- Mittwoch, 23. Juni 2010 17.00 – 20.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Zukunftsperspektiven der `Jungen Länder` - Wo steht der Osten in 10 Jahren?
veranstaltet von `Konrad Adenauer Stiftung`
Hintergrund
Am 18. Mai 1990 kam es zur Unterzeichnung des Staatsvertrages über eine gemeinsame Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion, deren Rahmenbedingungen den „Aufbau Ost“ entscheidend prägen sollten und den wirtschaftlichen Entwicklungsprozess bis in die Gegenwart beeinflussen. Mit diesem Vertrag wurde die Soziale Marktwirtschaft erstmals rechtsverbindlich als Wirtschafts- und Sozialmodell der Bundesrepublik Deutschland verankert und als Grundlage für die weitere wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung auch in der ehemaligen DDR eingeführt . Binnen kürzester Zeit gelang die Zusammenführung gegensätzlicher Wirtschaftssysteme — wenn auch mit Schwierigkeiten.
In den Jahren 1989/1990 waren sich Ökonomen uneinig, wie die ostdeutsche Wirtschaft den Schock der Übertragung neuer institutioneller Arrangements (samt neuer Währung) verkraften und in welchem Zeitraum der Transformationsprozess hin zu einer marktwirtschaftlichen Ordnung gelingen würde. Heute weiß man, dass dieser Anpassungsprozess beschwerlicher verlief, als viele Optimisten (auch in den Reihen der damaligen Bundesregierung) annahmen. Und, der Angleichungsprozess dauert an.
Diese Tatsache darf den Blick auf das Erreichte aber nicht verstellen. Der wirtschaftliche Aufholprozess der Neuen Bundesländer gründet letztlich auf dem Vertrauen in eine marktwirtschaftliche Ordnung. Das Fundament für diese Ordnung wurde mit dem Vertrag über eine gemeinsame Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion im Jahr 1990 gelegt.
Idee
Die Konrad-Adenauer-Stiftung möchte an das 20-jährige Jubiläum der
Unterzeichnung des Staatsvertrages erinnern. Sie will das aber nicht
retrospektiv tun, sondern sich den
Zukunftsperspektiven der „Jungen Länder“
zuwenden: Wo steht Ostdeutschland eine Generation weiter? Diese Frage soll im Zentrum einer Abendveranstaltung mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern (Mandatsträger, Doktoranden, Stipendiaten etc.) aus den Neuen Bundesländern stehen. Sie sollen im Rahmen einzelner `Thementische` selbst zu Wort kommen und entlang einer Kurzanalyse gemeinsame Thesen erarbeiten.