- Freitag, 26. Oktober 2007 15.00 – 20.00 Uhr In meinem Kalender speichern
ZukunftsWerkStadt #6: Universal Design – Stadt für alle
Urbaner Umbau zur Barrierefreiheit
Horst Frehe (MdBB)
Doris Rüter (Behindertenbeauftragte der Stadt Münster)
Otmar Miles-Paul (Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland)
Dr. Peter Neumann (NeumannConsult - Stadt- und Regionalentwicklung / Barrierefreies Gestalten<?xml:namespace prefix = o /?>)
Dr. Marc Bieling (Projektleiter Städtemarketing Wall AG)
Gesamtmoderation:
Otmar Miles-Paul (Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland)
Treppen, Schwellen, enge Kurven, komplizierte Formulare: Bundesdeutsche Kommunen sind meist so eingerichtet, dass Rollstuhlfahrer/innen, Menschen mit Lernschwierigkeiten, Hochbetagte und Eltern mit Kleinkindern vielfach nur mit Hilfsmitteln in ihnen zurecht kommen. Mit dem demographischen Wandel wächst der Anteil der Bevölkerung, für den dieser Zustand nicht akzeptabel ist. Als Faustregel gilt: Für 10 % der Bevölkerung ist eine barrierefrei - im umfassenden Sinn - zugängliche Stadt zwingend erforderlich, für 30 – 40 % notwendig – Tendenz steigend. Die Mehrzahl unserer Städte weit davon entfernt, easy going für alle zu sein.
Seit neuerem ist die Formel „Design für alle“ auf dem Vormarsch und integriert die ältere Forderung nach „Barrierefreiheit“, die viele ausschließlich an Fahrstühle und abgesenkte Bordsteine denken lässt. Das aus Skandinavien importierte „Design für alle“ bedeutet, dass kommunale Produkte und Dienstleistungen so gestaltet sein müssen, dass sie für alle Nutzer/innen ohne weitere Anpassungen in Anspruch genommen werden können. Das Behindertengleichstellungsgesetz von 2002 hat Weichen in diese Richtung gestellt. Seit dem Jahr 2004 wartet eine EU-Richtlinie auf Umsetzung in deutsches Recht, die eine Aufnahme von Zugänglichkeitskriterien in öffentliche Ausschreibungen zulässt.
Die ZukunftsWerkStadt6 bemisst den Bedarf an einer „Stadt für alle“ neu und präsentiert gute Beispiele von Städten, die sich selbst für alle zugänglich umbauen wollen. Wie macht man aus „Design für alle“ einen Gestaltungsgrundsatz für die städtische Umwelt? Welche Barrieren gibt es auf dem politischen Weg dahin? Welche Erwartungen und Bedürfnisse haben unterschiedliche Nutzer/innen wie alte Menschen und Menschen mit Behinderungen, wie bezieht man diese ein?
Die ZukunftsWerkStadt6 ist ein Beitrag der Heinrich-Böll-Stiftung zum Europäischen Jahr der Chancengleichheit.
Weiterer Termin:
Sa, 27. 10., 10-13 Uhr, ZukunftsWerkStadt #6:
Exkursion „Design für alle“ in der Praxis
Besichtigung eines barrierefreien Wohnheims, eines öffentlichen Gebäudes
Mit: Eckhard Feddersen, feddersenarchitekten
Mehr Informationen zum Thema finden Sie im Dossier:
Universal Design - Stadt für Alle
- Veranstalter*in
- Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin