Mittwoch, 15. Juni 2011 19.00 – 21.00 Uhr In meinem Kalender speichern

Zum 25. Jahrestag des Reaktorunfalls in Tschernobyl

veranstaltet von `Rosa Luxemburg Stiftung`

Tschernobyl und Fukushima mahnen - die EU braucht eine neue Energiepolitik. (Europa von links)

Noch immer setzt die Energiepolitik der Europäischen Union auf den Ausbau der Atomenergie und die Errichtung weiterer Kohlekraftwerke. Mit der Verabschiedung der Öffnung der nationalen Energiemärkte innerhalb der EU wurde der europaweite Verkauf von vermeintlich billigem Atomstrom zusätzlich gefördert. Die jüngsten Planungen der EU für den massiven Ausbau der transeuropäischen Netze im Energiebereich tragen dazu bei, neue Hochspannungsleitungen EU-weit zu forcieren. Die EU-Kommission setzt weiterhin auf zentralistische Energieerzeugungsstrukturen und unterstützt mit DESERTEC und der Förderung mehrerer neuer Erdgasleitungen, wie z. B. Nabucco und Nordstream, die Festigung der Macht der transnationalen Energiekonzerne. Dieser Politik setzen die Umweltverbände seit vielen Jahren eine nachhaltige Energiepolitik mit dezentraler Energieerzeugungs- und Verteilungsstrukturen entgegen. Gleichzeitig fordern sie die Auflösung der Europäischen Atomgemeinschaft und die Kündigung des EURATOM-Vertrages.

Referent: Uwe Hiksch, Mitglied im Bundesvorstand der NaturFreunde und zuständig für die Antiatomarbeit bei den NaturFreunden

Moderation: Janeta Mileva

Rosa Luxemburg Stiftung