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Workshop

Donnerstag, 29. Oktober 2026 – Freitag, 30. Oktober 2026 In meinem Kalender speichern

Workshop

Zwischen Akten und Leerstellen – Sinti und Roma in Sachsen erforschen

Angeleitet wird der Workshop von Alexander Rode, Historiker aus Leipzig.

Wie lässt sich die Geschichte von Sinti und Roma in Sachsen im Archiv erforschen? Welche Bestände sind einschlägig, wie findet man relevante Akten – und wie geht man mit Quellen um, die häufig von Behörden stammen, die Sinti und Roma erfassten, kontrollierten und verfolgten?

Der Workshop richtet sich an Interessierte ohne oder mit wenig Archiverfahrung. Am Beispiel ausgewählter Bestände des Sächsischen Hauptstaatsarchivs Dresden werden grundlegende Arbeitsschritte historischer Recherche praktisch nachvollzogen: von der Suche im Findbuch über die Bestellung und Sichtung von Akten bis zur Einordnung und Kritik einzelner Dokumente.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Frage, wie sich Behördenquellen lesen lassen, ohne ihre Perspektiven und Zuschreibungen ungeprüft zu übernehmen und Stereotype zu reproduzieren? Denn gerade bei der Geschichte von Sinti und Roma ist die Überlieferung häufig lückenhaft und zugleich stark von Polizei, Verwaltung und anderen staatlichen Stellen geprägt. Der Workshop möchte deshalb nicht nur in die praktische Archivarbeit einführen, sondern auch dazu ermutigen, selbst weiterzuforschen, Leerstellen sichtbar zu machen und vorhandene Quellen kritisch neu zu lesen.

Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Eine Veranstaltung des Fachnetzwerk Antiromaismus/Antiziganismus.