- Dienstag, 06. Mai 2008 19.30 – 21.30 Uhr In meinem Kalender speichern
Zwischen Boykott und Kooperation: Das Dilemma der westlichen Außenpolitik im Umgang mit China
Jour Fixe
Der olympische Fackellauf um die Welt, geplant als „Reise der Harmonie“, gerät zum Spießrutenlauf für die neue Weltmacht China. Vor den anstehenden Spielen wirken die Proteste in Tibet und der im Westen überaus populäre Dalai Lama wie Katalysatoren für eine China-kritische westliche Öffentlichkeit. Am Pranger stehen Chinas Schattenseiten wie etwa die Minder- heitenpolitik, mangelnde Rechtsstaatlichkeit und die Missachtung von Menschenrechten. Westliche Athleten kündigen politische Protestaktivitäten an, die Welt debattiert den Boykott der Eröffnungsfeierlichkeiten oder sogar der gesamten Spiele.
Dabei hat der Westen kein Monopol auf Boykott- Maßnahmen. In China wird mittlerweile der Boykott französischer Produkte angeregt, als Protest gegen die massive Störung des Fackellaufs in Paris. China krtisiert die westlichen Medien als einseitig, arrogant und ungerecht. Aber nicht nur in der chinesischen Regierung, sondern auch in breiten Teilen der Bevölkerung stoßen die westlichen Proteste auf Unverständnis: Sie werden nicht als Ausdruck einer demokratischen Öffentlichkeit wahrgenommen, sondern als organisiertes „Spiele -Verderben“.
Das Verhältnis zwischen China und dem Westen droht nachhaltig gestört zu werden. Manche sprechen schon von Anklängen eines „neuen kalten Krieges“. Dabei sind China und der Westen wirtschaftlich, aber zunehmend auch politisch aufs Engste miteinander verflochten. Kooperation statt Konfrontation scheint deshalb wichtiger denn je.
Die Außenpolitik Deutschlands und des Westens steht vor einem Dilemma. Wie können die wichtigen Beziehungen zu China aufrechterhalten werden, ohne die eigenen Werte zu ignorieren und die eigene demokratische Öffentlichkeit vor den Kopf zu stoßen? Das Verhalten deutscher Politikerinnen und Politiker gleicht einem delikaten Seiltanz: Kein Erscheinen der wichtigsten deutschen Vertreter auf der olympischen Eröffnungsfeier, ein Treffen der Kanzlerin mit dem Dalai Lama, gleichzeitig aber das Bemühen um gute Beziehungen und die Sorge um eine Destabilisierung Chinas mit unabsehbaren Konsequenzen für die ganze Welt:
Wie sollen sich deutsche und westliche Außenpolitik in dieser brisanten Situation verhalten?
Eine Diskussionsveranstaltung mit:
Antje Vollmer
Vizepräsidentin des Deutschen Bundestags a.D.
Prof. Thomas Heberer
Universität Duisburg-Essen
Stefan Kornelius
Süddeutsche Zeitung
Moderation:
Sven Hansen
die tageszeitung
Dabei hat der Westen kein Monopol auf Boykott- Maßnahmen. In China wird mittlerweile der Boykott französischer Produkte angeregt, als Protest gegen die massive Störung des Fackellaufs in Paris. China krtisiert die westlichen Medien als einseitig, arrogant und ungerecht. Aber nicht nur in der chinesischen Regierung, sondern auch in breiten Teilen der Bevölkerung stoßen die westlichen Proteste auf Unverständnis: Sie werden nicht als Ausdruck einer demokratischen Öffentlichkeit wahrgenommen, sondern als organisiertes „Spiele -Verderben“.
Das Verhältnis zwischen China und dem Westen droht nachhaltig gestört zu werden. Manche sprechen schon von Anklängen eines „neuen kalten Krieges“. Dabei sind China und der Westen wirtschaftlich, aber zunehmend auch politisch aufs Engste miteinander verflochten. Kooperation statt Konfrontation scheint deshalb wichtiger denn je.
Die Außenpolitik Deutschlands und des Westens steht vor einem Dilemma. Wie können die wichtigen Beziehungen zu China aufrechterhalten werden, ohne die eigenen Werte zu ignorieren und die eigene demokratische Öffentlichkeit vor den Kopf zu stoßen? Das Verhalten deutscher Politikerinnen und Politiker gleicht einem delikaten Seiltanz: Kein Erscheinen der wichtigsten deutschen Vertreter auf der olympischen Eröffnungsfeier, ein Treffen der Kanzlerin mit dem Dalai Lama, gleichzeitig aber das Bemühen um gute Beziehungen und die Sorge um eine Destabilisierung Chinas mit unabsehbaren Konsequenzen für die ganze Welt:
Wie sollen sich deutsche und westliche Außenpolitik in dieser brisanten Situation verhalten?
Eine Diskussionsveranstaltung mit:
Antje Vollmer
Vizepräsidentin des Deutschen Bundestags a.D.
Prof. Thomas Heberer
Universität Duisburg-Essen
Stefan Kornelius
Süddeutsche Zeitung
Moderation:
Sven Hansen
die tageszeitung
- Veranstalter*in
- Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin