Ausstellung

Montag, 26. Oktober 2026 – Montag, 23. November 2026 In meinem Kalender speichern

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Zwischen Flammen und Freiheit - Wenn Worte verboten sind | mit Ausstellungseröffnung

Literatur, Widerstand und der Kampf für Demokratie im Nationalsozialismus

Die Ausstellung „Zwischen Flammen und Freiheit – Wenn Worte verboten sind“ (Kurator: Jan Schenk von Verbrannte Orte e.V.) widmet sich dem bislang wenig beachteten Widerstand gegen die nationalsozialistischen Bücherverbrennungen von 1933 und der damit verbundenen Literaturpolitik. Während die Bücherverbrennungen selbst fester Bestandteil der Erinnerungskultur sind, bleiben jene Menschen, Orte und Handlungen, die sich diesem Akt der kulturellen Zerstörung widersetzten, oft unsichtbar. Genau hier setzt die Ausstellung an: Sie macht Widerstand sichtbar – lokal, biografisch und mit Blick auf die Bedeutung von Meinungsfreiheit und Demokratie heute.

Im Zentrum dieser Ausstellung stehen die Orte, an denen Widerstandshandlungen stattfanden: In Volksbibliotheken und an Universitäten, in Verlagen und Redaktionen, in Buchhandlungen und Leihbibliotheken. Widerstand entstand in Privatwohnungen und Hinterzimmern, im öffentlichen Raum und im Untergrund, in der Nachbarschaft und im Exil, sogar in Gefängnissen und Konzentrationslagern.

Doch Orte sind mehr als ihre physische Gestalt: So ist eine Buchhandlung nicht nur ein Geschäft, sondern kann auch ein sozialer Raum sein, in dem sich durch Gespräche Vertrauen und politische Haltungen herausbilden. Eine Bibliothek ist nicht nur ein Raum voller Bücher, sie ist ein Sozialisationsraum, in dem Begegnungen und Meinungsaustausch stattfinden, ein Raum der Zugang zu Wissen bereitstellt und damit das eigene Leben verändern kann.

Damit solche Räume entstehen, braucht es mehr als den physischen Ort. Es braucht Menschen, die ihn öffnen, verlässlich halten und bespielen, gemeinsam herausgebildete Codes und manchmal Mut. Erst diese Bedingungen verwandeln einen Ort in einen Raum, in dem sich etwas formen kann, auch Widerstand.

Die Ausstellung regt an, Orte und Räume in der heutigen Gesellschaft zu schaffen die, im Falle einer autoritären Verdichtung, zu Orten und Räumen des Widerstandes werden können. Sie lädt deshalb ein, nicht nur zurückzuschauen, sondern sich heute zu fragen: „Was hätte ich getan?“ und „Was kann ich heute tun?”

Die Ausstellungseröffnung findet gemeinsam mit dem Kurator Jan Schenk (Verbrannte Orte e.V.) statt. 

Eine gemeinsame Ausstellungspräsentation von Halle gegen Rechts - Bündnis für Zivilcourage, Miteinander e.V. und Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt e.V. 

Adresse
nt neues theater
Passage-Gang (überdachter Eingangsbereich des nt)
Große Ulrichstr. 51
Halle (Saale)

Der Ausstellungsort ist barrierefrei für Rollstuhlfahrende erreichbar.
Veranstalter*in
Landesstiftung Sachsen-Anhalt