Podiumsdiskussion Mittwoch, 23. Mai 2018 in
Berlin

Tödliche Algorithmen

Dürfen Waffen autonom über Leben und Tod entscheiden?

Urheber/in: Montage Heinrich-Böll-Stiftung / mazlov / U.S.Navy. Creative Commons License LogoDieses Bild steht unter einer Creative Commons License.
Datum, Uhrzeit
Mi., 23. Mai 2018,
19.30 – 21.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Adresse
Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin
Schumannstr. 8
10117 Berlin
Sprache
Deutsch
Veranstalter/in
Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin
Livestream
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Hinweis: Die Veranstaltung wird im Livestream übertragen. 

Künstliche Intelligenz (KI) und maschinelles Lernen sind moderne Glücksversprechen, die in einem rasenden Tempo verschiedenste Lebensbereiche durchdringen. Die Diffusion von Künstlicher Intelligenz in die Sphäre des Militärischen wirft aber eine Reihe kritischer Fragen auf und stellt die deutsche Außen- und Sicherheitspolitik vor neuartige ethische, völkerrechtliche und sicherheitspolitische Herausforderungen.

Was bedeutet es, wenn moderne "intelligente" Waffensysteme ihre Ziele autonom auswählen und bekämpfen? Sind solche autonomen Waffensysteme, die rein softwaregesteuert über Leben und Tod entscheiden, noch mit der Würde des Menschen vereinbar? Können sie mit den Vorgaben des humanitären Völkerrechts in Einklang gebracht werden? Kann KI überhaupt komplexe Konfliktszenarien angemessen erfassen und rationale Entscheidungen treffen? Riskieren wir ein Wettrüsten von KI-verstärkten Waffensystemen?

Über diese Fragen wollen wir mit Expert/innen aus der Außen-, Sicherheits- und Netzpolitik diskutieren.

Ablauf:

  • Begrüßung: Dr. Ellen Ueberschär, Vorstand, Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin
  • Kurze Filmvorführung [5 Minuten]
  • Gesprächsrunde mit:
    • Dr. Frank Sauer, Universität der Bundeswehr München
    • Dr. Konstantin von Notz, MdB, stellv. Fraktionsvorsitzender, Bündnis90/Die Grünen
    • Lorena Jaume-Palasí, Geschäftsführerin von AlgorithmWatch, Mitglied des Weisenrates zu künstlicher Intelligenz und Datenpolitik der spanischen Regierung
    • John Reyels, Referat Konventionelle Abrüstung, Rüstungskontrolle und VSBM weltweit; präventive Rüstungskontrolle, Auswärtiges Amt
    • Moderation: Giorgio Franceschini, Referat Außen- und Sicherheitspolitik, Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Kontakt:
Natascha Gillenberg, Tagungsmanagement
E-Mail: conference_gillenberg@boell.de
Telefon +49-(0)176 10 222 360