Weisse Wölfe Vernissage

Weisse Wölfe Vernissage

Vernissage der Ausstellung
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Rechte Netzwerke – Rechter Terror

Wie rechte Strukturen deutschlandweit Terror verbreiten
Podium zur Vernissage der Comic-Ausstellung Weisse Wölfe

Bei der Vernissage und Podiumsdiskussion zur Ausstellungseröffnung der Comic-Reportage Weisse Wölfe fragen wir nach den Verbindungen der rechten Netzwerken von Neonazis und des NSU die sich von Sachsen bis nach Dortmund über ganz Deutschland ausbreiten. Warum fahren Neonazis aus Sachsen nach Dortmund? Welche Vorbildfunktion haben die Strukturen in Dortmund für Neonazis in Sachsen? Was sind die bekannten Neonazi-Netzwerke derzeit in Sachsen? Und welche Möglichkeiten haben wir als Zivilgesellschaft im Anblick solcher rechten Strukturen?

Einen Tag vor dem Beginn des NSU-Tribunals in Köln werden wir mit David Schraven (Autor der grafischen Reportage Weisse Wölfe) die rechtsterroristischen Strukturen im Ruhrgebiet beleuchten. Aus Köln ist Kutlu Yurtseven zugeschaltet. Er wird über die Rolle des NSU-Tribunals für die migrantische Community sprechen: Wie organisiert sich eine Nachbarschaft angesichts des rassistischen Nagelbomben-Anschlags in der Keupstraße in Köln durch den NSU? Wie ist die Zivilgesellschaft mit dem Versagen der staatlichen Strukturen umgegangen und welche offenen Fragen sollen durch das NSU Tribunal in Köln noch verhandelt werden?

Ein Vertreter von NSU-Watch Sachsen wird uns einen Einblick in die aktuelle (Nicht?)-Aufarbeitung des parlamentarischen Untersuchungsausschuss in Sachsen geben. Danilo Starosta vom Kulturbüro Sachsen zeigt aktuelle potentiell rechtsterroristische Strukturen in Sachsen auf.

Wir laden herzlich zur Vernissage und Diskussion mit unseren Gästen ein:

Moderation: Hannah Eitel (Weiterdenken)

Ort: Kunsthalle im Kraftwerk Mitte (Kraftwerk Mitte 7, Heizzentrale)

 
Über die Ausstellung

Die Stadt Dortmund tief im Ruhrgebiet hat eine der vitalsten Neonazi-Szenen Deutschlands. Gewalttäter haben hier Familien aus ihren Häusern vertrieben. Sie haben im Laufe der Jahre mehrere Menschen umgebracht. Heute ziehen sie mit Fackeln vor Flüchtlingsheime und schicken Journalisten Todesanzeigen. Der Dortmunder Nazikiez ist Vorbild für viele Neonazis aus Sachsen. Warum fahren Nazis aus Sachsen ausgerechnet nach Dortmund, um dort einen Türken zu ermorden? In der grafischen Ausstellung „WEISSE WÖLFE“ zeigen Autor David Schraven und Zeichner Jan Feindt die Ideologie und die Vernetzungen zwischen regionale Gruppierungen wie jene in Dortmund, die Anschläge nach Art des Nationalsozialistischen Untergrundes (NSU) erst möglich machen.

Weiterdenken zeigt die Ausstellung vom 16. Mai bis 16. Juni 2017 in der Kunsthalle im Kraftwerk Mitte (Kraftwerk Mitte 7, Heizzentrale). Der Eintritt ist frei.