Ausstellung Dienstag, 16. Mai 2017 in
Dresden

Weisse Wölfe

Comic-Ausstellung über rechten Terror

Urheber/in: Correctiv, Stefanie Busch. Creative Commons License LogoDieses Bild steht unter einer Creative Commons License.
Datum, Uhrzeit
Dienstag, 16. Mai 2017, 17.30 Uhr – Freitag, 16. Juni 2017, 18.00 Uhr
Öffnungszeiten
Mo-Fr 10-18 Uhr, So 11-17 Uhr
Veranstalter/in
Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen - Weiterdenken

Die Stadt Dortmund tief im Ruhrgebiet hat eine der aktivsten Neonazi-Szenen Deutschlands. Gewalttäter haben hier Familien aus ihren Häusern vertrieben. Sie haben im Laufe der Jahre mehrere Menschen umgebracht. Heute ziehen sie mit Fackeln vor Flüchtlingsheime und schicken Journalisten Todesanzeigen. In der grafischen Reportage „WEISSE WÖLFE“ enthüllen Autor David Schraven und Zeichner Jan Feindt ihre Ideologie. Und zeigen: Es sind regionale Gruppierungen wie jene in Dortmund, die Anschläge nach Art des Nationalsozialistischen Untergrundes (NSU) erst möglich machen.

Warum fahren Nazis aus Sachsen ausgerechnet nach Dortmund, um dort einen türkischen Migranten zu ermorden? Auf der Suche nach einer Antwort hat Autor David Schraven zusammen mit dem Zeichner Jan Feindt eine grafische Reportage entwickelt. Anhand der Biographie eines Dortmunder Jugendlichen, der immer tiefer in eine Welt aus Hass und Rassenwahn abtaucht, deckt WEISSE WÖLFE die internationalen Verflechtungen rechtsradikaler Terrorgruppen auf.

Wir glauben, man begreift erst vor den Bildern stehend richtig, dass die beschriebenen Handlungen in der grafischen Reportage Realität sind und nicht frei erfunden.

David Schraven, Autor von Weisse Wölfe

Mit der Ausstellung ausgewählter Motive aus dem Comic „Weisse Wölfe“ sollen die Hintergründe von rechtsradikalen Anschlägen in Dortmund und anderen Regionen Deutschlands erhellt werden. Sie besticht als eine begehbare Reportage über den Neonazi-Terror; eine Erfahrung, die anders, vielleicht auch intensiver wirkt als die Erfahrung einer durchgeschriebenen Geschichte.

Verschiedene Erzähl- und Darstellungsebenen werden zueinander räumlich in Beziehung gesetzt, schaffen so ein Erlebnis zwischen Unmittelbarkeit und Abstraktion, Nähe und Distanz. Besucherinnen und Besucher können selber entscheiden, in welchem Tempo und in welcher Reihenfolge sie die Erzählung von Autor David Schraven und Zeichner Jan Feindt erkunden.

Weiterdenken zeigt die Ausstellung vom 16. Mai bis 16. Juni 2017 in der Kunsthalle im Kraftwerk Mitte 7 (Heizzentrale, Lageplan). Der Eintritt ist frei.
Die Vernissage der Ausstellung findet am 16. Mai um 17.30 Uhr statt.

Eine Kooperation von Weiterdenken e.V. mit dem Politischen Jugendring Dresden e.V. und Neonworx.

 

Workshopangebot für Schüler*innen und Jugendgruppen

Nicht erst die Gewalttaten des NSU-Terrortrios haben gezeigt, dass Neonazismus eine ernste Gefahr für das Leben in Deutschland darstellt. Doch welche Faktoren begünstigten diese Gewalt? Wie kommt es zu derartiger Radikalisierung? Und was für Möglichkeiten bestehen dagegen aktiv zu werden? Diesen Fragen wollen wir in unserem mit der Ausstellung gekoppeltem, interaktiv angelegtem Workshop nachgehen.

Dauer: 90 Minuten – 120 Minuten (für den Besuch der Ausstellung sollte zusätzliche Zeit eingeplant werden)
Zielgruppe: Jugendliche ab 14 Jahre
Keine Kosten
Kontakt unter: Politischer Jugendring Dresden e.V.

Workshop Mit Kunstaktivismus Rassismus hacken für politisch Engagierte

Ihr sucht nach künstlerischen Ausdrucksformen für eure politischen Ideen? In unserem Workshop am 3. Juni bekommt ihr einen Überblick über aktuelle Kunstaktionen, Formate, Taktiken, Prinzipien sowie Theorien. Gemeinsam wird in einem beispielhaften Brainstorming eine eigene Idee erarbeitet. Vor allem wird die praktische Herangehensweise geübt, um künstlerische Prozesse in politischen Gruppen zu fördern. Information und Anmeldung

Ab Juli 2017 kann die Ausstellung von Weiterdenken entliehen werden.