- Mittwoch, 06. Dezember 2023 19.00 In meinem Kalender speichern
"Aufstehen gegen Hass" - 33 Jahre Widerstand gegen die extreme Rechte in Halle (Saale)
Videos und Gespräch | Teil der Veranstaltungsreihe "Im Osten nichts Neues"
"Aufstehen gegen Hass“
33 Jahre Widerstand gegen die extreme Rechte in Halle (Saale)
Seit den frühen 1990er Jahren versuchen extrem rechte Strukturen sich in Halle zu verankern und die Stadt zu dominieren. So gab es im Jahr 1991 eine Hausbesetzung durch eine neonazistische Kameradschaft am Rand von Halle-Neustadt und, wie in vielen anderen Orten, massive rechte Gewalt gegen Angehörige gesellschaftlicher Minderheiten. Die Gewalt wurde durch das Wegsehen und Ignoranz von großen Teilen der Mehrheitsbevölkerung und der Politik ermöglicht und verharmlost. Auch in Halle (Saale) wurde mit den Konzepten der „akzeptierenden Sozialarbeit mit rechten Jugendlichen“ versucht, die Neonazi-Szene zu beruhigen - ohne Erfolg.
Ob neonazistische Kameradschaften oder extrem rechte Parteien, ob neonazistische oder „Neue“ Rechte, zahlreiche solcher Organisationen wollten in Halle Fuß fassen. Beständig wurden Rechtsextreme dabei auch mit aktivistischer Gegenwehr konfrontiert, die immer wieder dazu führte, dass deren Strategien nicht aufgehen konnten.
Die Mittel und Wege dieser Auseinandersetzung mit der extremen Rechten haben sich innerhalb der letzten 33 Jahre verändert. Aktuell ist eine der wichtigsten Aufgaben zivilgesellschaftlicher Strukturen, nach Strategien zur Zurückdrängung des aktuellen Rechtsrucks zu suchen und dabei auch nach „neuen“ Bündnispartner*innen zu suchen.
Zu Beginn der Veranstaltung wird ein Zusammenschnitt von Videos aus über 30 Jahren Kampf gegen Rechtsextremismus in Halle gezeigt. Im Anschluss werden wir mit Vertreter*innen verschiedener Strukturen und Organisationen über Erkenntnisse aus dem Rückblick und Perspektiven für die Zukunft des Widerstandes gegen die extreme Rechte in Halle und andernorts diskutieren.
Diese Veranstaltung ist Teil der Reihe „Im Osten nichts Neues. Extreme Rechte und zivilgesellschaftlicher Widerstand“, die von November 2023 bis Mai 2024 in Halle stattfindet. Mehr Informationen zur gesamten Reihe finden sich hier.
Ort: Puschkino, Kardinal-Albrecht-Straße 6, 06108 Halle (Saale)
Die Veranstaltung findet in Kooperation von Miteinander e.V., der Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt und dem Bündnis Halle gegen Rechts statt.
Ausschlussklausel:
Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische, verschwörungsideologische, antifeministische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zugang zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.
- Adresse
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▶ Siehe Veranstaltungsbeschreibung
- Veranstalter*in
- Landesstiftung Sachsen-Anhalt
- Sprache
- Deutsch