A rare earth mining site in Mai Ja Yang, Myanmar. Urheber/in: Shanan Foudation . Creative Commons License LogoDieses Bild steht unter einer Creative Commons License.

Fachgespräch

Mittwoch, 30. April 2025 10.30 – 12.30 Uhr In meinem Kalender speichern

Fachgespräch

Die Gewinnung von Seltenen Erden in Myanmar

Kritische Rohstoffe für Elektroautos und Windräder

Seltene Erden spielen eine Schlüsselrolle im aktuellen globalen Wettlauf um kritische Rohstoffe. So sind Seltene Erden in jüngster Zeit im Zusammenhang mit einem möglichen Rohstoff-Deal zwischen den USA und der Ukraine in die Schlagzeilen geraten. Auch für die grüne Energiewende sind sie unerlässlich: sie werden für Dauermagneten von Windkraftanlagen und Elektroautos gebraucht. 

Ihr Abbau hat oft verheerende Auswirkungen, auch in dem in Deutschland weitgehend unbekannten asiatischen Land Myanmar, das jährlich den weltweit größten Vorrat an zwei schweren Seltenen Erden produziert. Von Myanmar aus werden die Rohstoffe nach China exportiert, wo sie weiterverarbeitet und in der weltweiten Produktion, auch von deutschen Unternehmen, eingesetzt werden.

Die mit der Gewinnung Seltener Erden in Myanmar verbundenen Risiken sind immens. Seit einem Militärputsch im Jahr 2021 steht das Land teilweise unter der Kontrolle einer Militärdiktatur. Die meisten Abbaustätten befinden sich im Kachin-Staat, wo Kämpfe zwischen der Militärjunta und bewaffneten ethnischen Organisationen die Einhaltung von Menschen- und Arbeitsrechten beim Abbau nahezu unmöglich machen. Der Bergbau ist weitgehend unreguliert und wird häufig mit illegalen Methoden betrieben, was zu schweren Umweltschäden, einschließlich Wasserverschmutzung und Bodenverseuchung, führt. 

Trotz der immensen Herausforderungen gibt es Möglichkeiten, diese Probleme zu lösen. Unternehmen und politische Entscheidungsträger in der Europäischen Union und insbesondere in Deutschland, das eine starke Nachfrage nach diesen Mineralien hat, tragen eine große Verantwortung dafür, einen verantwortungsvollen Bergbau in der gesamten Lieferkette zu fördern.

Das geschlossene Fachgespräch auf der Grundlage zweier von der Heinrich-Böll-Stiftung in Auftrag gegebener Studien und mit Gästen aus der Zivilgesellschaft Myanmars soll einen Austausch mit Akteuren aus Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft ermöglichen. Ziel ist es, konkrete Ansätze und Empfehlungen zur Verbesserung der aktuellen Situation zu entwickeln.

Mit Beiträgen von:

  • Hkaw Lwi, Vertreterin der Kachin Resource Concern Group (KRCG)     
  • Michael Seng Li, Direktor der Shanan Foundation, Kachin State, Myanmar
  • Susanne Kempel, Beraterin, Global Witness

Geschlossene Expertendiskussion (Chatham House Rules, Teilnahme nur auf Einladung)

Kontakt: miakruska@boell.de 


» Teilnahme vor Ort
im Konferenzzentrum der Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstr. 8, 10117 Berlin

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Sprache
Englisch