Diskussionsreihe

Donnerstag, 09. Juni 2022 18.00 – 19.30 Uhr In meinem Kalender speichern

Diskussionsreihe

Hamburg und die „Staatsverträge“ (II) Muslimisches Alltagsleben

Aus der Reihe: 10 Jahre „Staatsverträge“ zwischen der Stadt Hamburg und den islamischen Gemeinden sowie der alevitischen Gemeinde

Mit der Unterzeichnung der Staatsverträge vor 10 Jahren erhielten Muslim*innen in Hamburg eine Reihe von Rechten. So wurde z.B. vertraglich zugesichert, dass auf Hamburger Friedhöfen nach islamischen Regeln beerdigt werden kann oder dass Moscheen mit Minaretten errichtet werden dürfen. Auch im Bildungsbereich sollen der gemeinsame Religionsunterricht für Alle sowie eine Ausbildungsstätte für islamische Theologie und Religionspädagogik an der Universität Hamburg gefördert werden. 
Doch wie haben sich diese vertraglichen Zusicherungen auf das Leben von Muslim*innen in Hamburg ausgewirkt? Wie werden die Verordnungen von der Verwaltung umgesetzt? Und wie erfahren Menschen muslimischen Hintergrunds überhaupt davon, dass sie nun das Recht haben, am Zuckerfest zum Ende des Fastenmonats Ramadan Urlaub zu nehmen? Woher wissen Arbeitgeber*innen, dass sie gesetzlich verpflichtet sind, dem Urlaubsgesuch an diesem Tag statt zu geben? 
Über den langen Weg von den Staatsverträgen zur Alltagspraxis von Hamburger Muslim*innen diskutieren wir auf der Veranstaltung mit unterschiedlichen Gästen.

Es diskutieren
Zahide Kavounis – Religionslehrerin, "Vereinigung der Hamburger Religionslehrkräfte", Kavounis
Özlem Nas – Stellvertretende Vorsitzende SCHURA – Rat der islamischen Gemeinschaften in Hamburg
und weitere Gäste

Moderation
Reiner Scholz – Vorstandsmitglied Heinrich-Böll-Stiftung Hamburg

Ort
Vortragssaal Staats- und Universitätsbibliothek Carl-von-Ossietzky, Von-Melle-Park 3, Hamburg

Die Veranstaltung findet in Präsenz statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Weitere Termine
Hamburg und die Staatsverträge (III) Einflussnahme aus dem Ausland? Was bedeutet dieser Vorwurf? / 16.06. / 19 Uhr

Zum Hintergrund der Reihe
10 Jahre „Staatsverträge“ zwischen der Stadt Hamburg und den islamischen Gemeinden sowie der alevitischen Gemeinde 
Im Jahr 2012 schloss die Stadt Hamburg Verträge mit drei islamischen Dachverbänden sowie der alevitischen Gemeinde. Diese sog. „Staatsverträge“ regeln auf Landesebene eine ganze Reihe von Fragen, die das Alltagsleben von Muslim*innen in Hamburg betreffen. So geht es beispielsweise um Feiertagsregelungen, Religionsunterricht oder auch Seelsorge in besonderen Einrichtungen, um nur einige Punkte zu nennen. Darüber hinaus haben die Vertragsabschlüsse Symbolkraft, weil sie als Schritt in Richtung Gleichstellung der Religionen gelten und zudem die ersten ihrer Art in Deutschland waren – und neben Bremen bis heute sind. Zehn Jahre später soll nun evaluiert werden, um „im Lichte der gewonnenen Erfahrungen über diesen Vertrag und die Notwendigkeit von Änderungen und Ergänzungen zu verhandeln“, wie es der Vertrag 2012 festschrieb. 
Aus diesem Anlass informiert unsere Veranstaltungsreihe über Hintergründe und Entstehung der Verträge, zeigt ihre aktuelle Bedeutung und thematisiert eventuelle Versäumnisse. 

Wir bemühen uns, unsere Angebote inklusiv und so barrierearm wie möglich zu gestalten. Sollten Sie Unterstützungsbedarf haben, wie z.B. Gebärdensprache, sprechen Sie uns gerne an!

Gefördert von der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg.

Termine
Di., 31 Mai 2022 18.00 – 19.30 Uhr In meinem Kalender speichern
Do., 16 Juni 2022 19.00 – 20.30 Uhr In meinem Kalender speichern
Adresse
▶ Siehe Veranstaltungsbeschreibung
Veranstalter/in
Landesstiftung Hamburg