Workshop Samstag, 08. Februar 2020 – Sonntag, 09. Februar 2020 /
Berlin

Vom Umgang mit Diskriminierung in heterogenen Gruppen

Keine Angst vor Kritik!?

Datum, Uhrzeit
Sa., 08. Febr. 2020, 10.00 Uhr  –
So., 09. Febr. 2020, 16.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Adresse
➽ Siehe Veranstaltungsbeschreibung
Sprache
Deutsch
Veranstalter/in
Landesstiftung Berlin (Bildungswerk)
Rechtliches
Allgemeine Geschäftsbedingungen
Diskriminierungsarme Räume brauchen eine offene Feedbackkultur. Denn es braucht Kritik um auf Diskriminierung hinzuweisen und Handlungsalternativen zu erlernen. Da Kritik häufig als verunsichernd erlebt wird, wollen wir einen Raum für Lernen und Austausch öffnen.

In jeder Gruppe treffen Menschen mit unterschiedlichen Verletzlichkeiten und Erfahrungen aufeinander: Rassismus, Klassismus, Homo- und Transfeindlichkeit, Behindertenfeindlichkeit sind Beispiele für Dimensionen von Diskriminierung, die uns prägen und zugleich zu Expert*innen der eigenen Lebensrealität machen. Die Frage „Woher kommst du?“, ein starrender Blick, ein Unterbrechen in der Diskussion – Wissen darüber, wie sich Diskriminierung äußert, ist ungleich verteilt und Verletzungen werden in vielen Fällen von den Personen, die sich diskriminierend verhalten, nicht (als problematisch) wahrgenommen.

In Räumen, die sich als offen und diskriminierungssensibel verstehen, gibt es einen großen Wunsch, Verletzungen zu thematisieren und zu reduzieren, während gleichzeitig Unsicherheit besteht, wie das am besten passieren kann. In diesem Seminar wollen wir diese Verunsicherung als Ausgangspunkt nehmen und uns dazu gemeinsam folgende Fragen stellen:

- Welche Impulse bemerken wir bei uns, wenn wir das Verhalten anderer als diskriminierend wahrnehmen?
- Wie können wir unsere Kritik formulieren, während wir (eigene) Erfahrungen von Diskriminierung und Privilegierung mitdenken?
- Wie fühlt es sich an, wenn wir selbst darauf angesprochen werden, dass unser Verhalten verletzend war?
- Welche Formen von Abwehr bemerken wir und was würde helfen, diese Kritik anzunehmen?

Mit Blick auf strukturelle Machtungleichheiten sprechen wir darüber, wie wir uns konstruktiv Rückmeldung geben, und zusammen Ideen sammeln, wie wir gemeinsam an Kritik wachsen. Gleichzeitig wollen wir mitfühlend auf eigene Abwehrmechanismen schauen und überlegen, wie wir Kritik auch persönlich mehr als Geschenk und Lernmöglichkeit und weniger als Gefahr wahrnehmen können. Zuletzt möchten wir uns darüber austauschen, wie das Lernen auf Kosten von diskriminierten Personen verhindert werden kann und (Lern-)Räume entstehen, die Platz für unterschiedliche Lebensrealitäten schaffen.

Workshopzeiten:
Sa. 10-17 Uhr
So. 10-16 Uhr

Workshopleitung:
Kalle Hümpfner ist politische*r Psycholog*in (M.Sc.) und arbeitet als Referent*in bei life‘s a beach zu Care-Arbeit, Empowerment und Anti-Diskriminierung. Kalle engagiert sich außerdem bei TrIQ und ABqueer.

Nello Fragner, mag. ars. und mag. phil., arbeitet seit 2016 in der politischen Erwachsenenbildung mit den Themenschwerpunkten geschlechtliche und sexuelle Vielfalt und gendersensible Pädagogik, u.a. im Team der Fachstelle Queere Bildung.

Teilnahmebeitrag:
50 Euro, ermäßigt 25 Euro (ALG II + Studierende, nur mit Nachweis)

Sie erhalten eine verbindliche Anmeldebestätigung.
Die Zahlung des Teilnahmebeitrags wird nach Erhalt der Anmeldebestätigung bzw. nach Zahlungsaufforderung in der ersten Januarwoche 2020 fällig. Bei Absagen, die weniger als drei Wochen vor Seminarbeginn eingehen, wird die Teilnahmegebühr nur dann zurückerstattet, wenn jemand von der evtl. vorhandenen Warteliste nachrücken kann. In jedem Fall werden aber 20 € Bearbeitungsgebühr einbehalten.

Der Workshop kann für das Politikmanagement-Zertifikat von GreenCampus der Heinrich Böll Stiftung mit 16 Unterrichtsstunden angerechnet werden.

Diese Veranstaltung wird realisiert mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin.

Die Veranstalterin behält sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.