Dienstag, 15. Dezember 2020

Keine Grenzen des Wachstums?

Ein gesellschaftliches Transformationsszenario zur Begrenzung der globalen Erwärmung auf 1,5°C

Urheber/in: Diana Neumerkel - Freepik.com. Creative Commons License LogoDieses Bild steht unter einer Creative Commons License.
Datum, Uhrzeit
Di., 15. Dez. 2020,
15.00 – 16.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Adresse
▶ Online-Veranstaltung

Sprache
Englisch
Teilnahmegebühren
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kostenfrei
Veranstalter/in
Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin
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Fünf Jahre nach dem Pariser Abkommen haben die Emissionen noch immer nicht ihren globalen Höhepunkt erreicht, geschweige denn in dem Maße abgenommen, wie es dringend erforderlich ist, um die globale Erwärmung auf 1,5°C zu begrenzen. Emissionsminderungspläne und Klimaziele setzen zunehmend auf risikoreiche Technologien wie CCS, Geo-Engineering und Atomenergie sowie auf das (vorübergehende) "Überschreiten" der 1,5°C-Grenze.

Die verfügbaren Emissionsminderungsszenarien, die vom IPCC analysiert werden, spiegeln jedoch nicht die gesamte Bandbreite realer Möglichkeiten von gesellschaftlicher Transformation wider. Beispielsweise nehmen praktisch alle von ihnen bis zum Ende des Jahrhunderts globales Wirtschaftswachstum an. Die Wachstumsfixiertheit macht es immer schwieriger, ehrgeizige Minderungsziele wie das 1,5°C-Limit zu erreichen.

Diese Online-Veranstaltung wird die Vorteile einer tieferen Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft diskutierten, die über den technologischen Wandel hinausgeht.

In der Veranstaltung werden wir das "Societal Transfomation Scenario" vorstellen, ein neues globales Minderungsszenario (Veröffentlichung am 9.12.20), das nicht nur die Annahme eines fortwährenden globalen Wirtschaftswachstums, sondern auch seine Vereinbarkeit mit ehrgeizigen Klimazielen in Frage stellt. Es zeigt stattdessen auf, wie wir durch eine Verringerung von Produktion und Verbrauch im globalen Norden unter 1,5°C bleiben können, ohne auf risikoreiche Technologien zurückzugreifen.

In der Veranstaltung wollen wir mit Diana Ürge-Vorsatz (CEU Budapest/IPCC Co Chair) und Kai Kuhnhenn (Konzeptwerk Neue Ökonomie und Co-Autor der Studie) folgende Fragen diskutieren: Was wären die Effekte einer Begrenzung von Produktion und Verbrauch in den wohlhabenden Ländern des globalen Nordens? Inwieweit spiegeln sich Pfade und Möglichkeiten einer tieferen gesellschaftlichen Transformation in der aktuellen Arbeit des IPCC wider? Was können wir vom nächsten großen Sachstandsbericht des IPCC (AR6) erwarten?

Mit dieser Online-Veranstaltung wollen wir die Diskussion über alternative Pfade und gesellschaftliche Transformationsszenarien eröffnen, die derzeit im Mainstream der Klimaszenarien nicht berücksichtigt werden.

Referent*innen:

  • Kai Kuhnhenn, Konzeptwerk Neue Ökonomie, Leipzig
  • Diana Ürge-Vorsatz, Central European University Budapest und IPCC Working Group III Vice Chair

Moderation: Linda Schneider, Heinrich-Böll-Stiftung, Referentin Internationale Klimapolitik

 

Kontakt:
Kristin Funke
Heinrich-Böll-Stiftung
Referat Internationale Umweltpolitik:
E funke@boell.de

 

Hinweise:

Die Veranstaltung wird auf Englisch stattfinden.

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