Online-Konferenz Mittwoch, 18. November 2020

Mit „Natural Climate Solutions“ die biologische Vielfalt und das Klima retten?

Urheber/in: Ines Meier. Creative Commons License LogoDieses Bild steht unter einer Creative Commons License.
Datum, Uhrzeit
Mi., 18. Nov. 2020,
11.00 – 12.30 Uhr In meinem Kalender speichern
Adresse
▶ Online-Veranstaltung

Sprache
Deutsch
Englisch
Simultanübersetzung
Teilnahmegebühren
Ticket Created with Sketch.
kostenfrei
Veranstalter/in
Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin
Veranstaltungsreihe
Umkämpfte Natur

4. Veranstaltung unserer vierteiligen Online-Konferenzreihe Umkämpfte Natur: Landnutzung, Klimaschutz und neue Gentechnologien im Kontext der Debatte zum Schutz biologischer Vielfalt.

Landnutzung wird immer mehr zum Hoffnungsträger der internationalen Klimapolitik. Die Erwartungen sind enorm: Bis zu 37% der notwendigen Emissionseinsparungen, um die 2° Marke nicht zu überschreiten, könnten Schätzungen zu Folge aus so genannten “Natural Climate Solutions”, wie verringerter Entwaldung, Aufforstung oder Landwirtschaft, kommen.

Zwar hat schon der Konflikt um Teller oder Tank als Folge der Biospritproduktion die Zielkonflikte landbasierter Klimaschutzmaßnahmen deutlich gemacht. Inzwischen kommen aber neue Dimensionen hinzu, die Land in noch stärkeren Maße in den Fokus der globalen Klimapolitik rücken. „Klimaneutralität“ ist zum neuen Ziel im Kampf gegen die Erderwärmung geworden. Staaten, Städte oder Unternehmen wollen dabei nur noch so viel CO2 emittieren, wie der Atmosphäre an anderer Stelle in gleicher Menge wieder entzogen werden kann. Naturbasierte Lösungen sind damit unmittelbar mit der Perspektive globaler Kompensationsmechanismen verknüpft und Klimapolitik gerät immer stärker in den Fokus bestehender Konflikte um Land und seine Nutzung. Ernährungssicherheit, Erhaltung von Ökosysteme und Biodiversität– all dies muss auf demselben Land erreicht werden, das nun auch verstärkt der Erreichung von Klimazielen dienen soll.

Welchen Beitrag können natürliche Klimasenken tatsächlich leisten? Wie lässt sich der Schutz von biologischer Vielfalt, von Ernährungssicherheit und der Land- und Menschenrechte lokaler Bevölkerungsgruppen in Einklang bringen? Welche Weichen müssen dafür auf den UN-Klimaverhandlungen und dem UN-Biodiversitätsgipfel im nächsten Jahr gestellt werden?

 Gäste:

  • Dr. Kate Dooley (Umweltwissenschaftlerin, Universität Melbourne)

  • Coraina de la Plaza (Global Forest Coalition)

  • Norbert Gorißen (Leiter der Unterabteilung Internationale Zusammenarbeit“, Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit)

  • Jutta Kill (Biologin)

  • Moderation: Christiane Grefe (Autorin des Buches „Global Gardening: Bioökonomie - Neuer Raubbau oder Wirtschaftsform der Zukunft?“ und ZEIT-Redakteurin)

Sprache: Simultanübersetzung Deutsch, Englisch

Gebühr: kostenfrei

Kontakt: Eike Zaumseil, Brot für die Welt

E: eike.zaumseil@brot-fuer-die-welt.de

 

Hinweis: Diese Konferenz ist die 4. Veranstaltung unserer vierteiligen Online-Konferenzreihe 

Umkämpfte Natur: Landnutzung, Klimaschutz und neue Gentechnologien im Kontext der Debatte zum Schutz biologischer Vielfalt

Es geht um weit mehr als den Klimawandel: Die Forschung diagnostiziert eine dramatische Zerstörung der natürlichen Lebensgrundlagen auf der Erde und warnt vor einem 6. Massensterben. Schon im Jahr 2010 hatte sich die internationale Staatengemeinschaft im Rahmen der UN-Konvention über Biologische Vielfalt (CBD) dazu verpflichtet, den globalen Verlust der Biodiversität bis 2020 zu stoppen. Dieses Ziel wurde nicht nur verfehlt, das weltweite Artensterben hat sich sogar noch beschleunigt.

Die nächste Vertragsstaatenkonferenz der CBD (COP 15), verschoben auf 2021, ist daher von enormer Bedeutung: Die internationale Biodiversitätspolitik muss einen neuen Rahmen und neue Ziele beschließen. Doch das Konfliktpotenzial ist groß und die Gemengelage vielfältig. Es gibt sehr unterschiedliche Interessen im Hinblick auf den Schutz, die Nutzung und Vermarktung der biologischen Vielfalt. Im Zentrum stehen dabei zum einen Fragen der Landnutzung und des Zugangs zu natürlichen Ressourcen und zum anderen Fragen der Technikfolgenabschätzung und Regulierung.

Die gemeinsam von Brot für die Welt, Heinrich-Böll-Stiftung, Save Our Seeds und dem Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika (FDCL) durchgeführte Veranstaltungsreihe wird vor diesem Hintergrund vor allem Themenkomplexe in den Blick nehmen, die in klassischen Naturschutzdebatten oft wenig Beachtung finden. In diesem Kontext befassen wir uns auch mit der Frage politischer Einflussnahme auf die CBD und den Möglichkeiten und Hindernissen zivilgesellschaftlichen Engagements. Die insgesamt vier Online-Konferenzen finden in verschiedenen Sprachen statt.

Weitere Veranstaltungen:

24. September: UN-Biodiversitätskonvention am Scheideweg?

15. Oktober: Gene Drives - Mit gentechnischer Ausrottung Menschen und Natur schützen?
29. Oktober:  Wer profitiert künftig von der biologischen Vielfalt? Digitale Sequenz-Informationen (DSI) und ihr Potential für neue Formen der Biopiraterie

 


Wir weisen darauf hin, dass die Online-Veranstaltung im Programm Zoom stattfindet. Für die Teilnahme benötigen Sie je nach Veranstaltung (mit Beteiligung des Publikums) optional eine Kamera und/oder ein Mikrofon.

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