Freitag, 30. Oktober 2009 09.30 – 17.15 Uhr In meinem Kalender speichern

Ohnmächtige Macht & Mächtige Ohnmacht

Das erst seit wenigen Jahren diskutierte „Konzept“ der Intersektionalität ist auf dem besten Weg, ausgehend von der Geschlechterforschung, einen Paradigmenwechsel in den Sozial­wissenschaften einzuleiten und neue Analyseinstrumente für gesellschaftliche Prozesse be­reitzustellen. Intersektionalität verweist darauf, dass verschiedene Differenzkategorien nicht einfach addiert werden können, sondern - je nach betrachtetem Kontext - sich wechselseitig verstärken oder auch abschwächen.

„Intersektionalität bezeichnet die Analyse der Verwobenheit und des Zusammenwirkens ver­schiedener Differenzkategorien sowie unterschiedlicher Dimensionen sozialer Ungleichheit und Herrschaft.“

In der pädagogischen Praxis wird immer deutlicher, dass Antidiskriminierungsarbeit ein sehr komplexes Handlungsfeld ist, das entsprechend komplexe Handlungsstrategien erfordert. Wesentlich ist dabei, den Blick dafür zu schärfen, wie Machtverhältnisse unterschiedliche gesellschaftliche Standorte bestimmen, und die daraus entstehenden Dynamiken sensibel wahrzunehmen und zu gestalten.

Unter intersektionaler Perspektive soll der Fachtag dynamische Machtverhältnisse themati­sieren und praktische Anregungen für eine Antidiskriminierungsarbeit bieten, die nicht ein­fach in „Opfer“ und „Täter_innen“ spaltet, sondern aktiv mit den oft widersprüchlichen Zuord­nungen und Selbstverortungen von Personen arbeitet.
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