Donnerstag, 04. Mai 2006 – Samstag, 06. Mai 2006 In meinem Kalender speichern

Re-Visionen der Zukunft: Perspektiven der Geschlechterforschung

Internationaler wissenschaftlicher Kongress

Geschlechterforschung bezeichnet national wie international ein produktives interdisziplinäres Forschungsfeld, das neben den Sozial- und Kulturwissenschaften zunehmend in Medizin, Natur- und Technikwissenschaften an Relevanz gewinnt. Dabei zeigt sich die Bedeutung von Geschlecht nicht nur auf der Ebene wissenschaftlicher Erkenntnis, sondern auf allen Feldern gesellschaftlicher Teilhabe und kultureller Repräsentation, ökonomischer Ressourcenverteilung und politischer (Macht-)Konstellationen. Vor dem Hintergrund, dass insbesondere die neuesten Techno-Sciences die Grenzen zwischen Politik-, Human- und Naturwissenschaften aufbrechen lassen (Bruno Latour 2005), gilt es nun, nach der zukünftigen Rolle von Gender Studies in den sich neu formierenden interdisziplinären Feldern zu fragen.<br> <br> Ziel des internationalen Kongresses "Re-Visionen der Zukunft: Perspektiven der Geschlechterforschung" im Frühjahr 2006 in Niedersachsen ist daher eine grundlegende fachübergreifende "(Re-)Vision" von zentralen Ergebnissen und Forschungsansätzen aus der internationalen Geschlechterforschung, ihre kritische Betrachtung im internationalen Dialog sowie die Konkretisierung von Forschungsdesideraten. So soll einerseits gefragt werden, welches Potenzial die Geschlechterforschung für die Gestaltung unserer Zukunft besitzt: Welche Visio-nen verfolgen wir heute, wenn wir Geschlechterforschung in Wissenschaft und Gesellschaft einbringen? Und: Müssen die wissenschaftlichen Konzepte und Analyseperspektiven reformuliert werden, damit aus ihnen neue Impulse für politisches und soziales Handeln entstehen können? Zum anderen greift der Kongress die Frage nach der strukturellen Einbindung von Gender Studies in die im Wandel befindliche Wissenschaftslandschaft auf: Wie sollen Gender Studies in Zukunft in die Wissens- und Hochschullandschaft eingebunden werden?<br> <br> Der 2 ½-tägige internationale Kongress wird Beiträge aus den Sozial-, Geistes-, Kultur- und Kunstwissenschaften sowie aus Medizin, Natur- und Technikwissenschaften beinhalten. Diskussionen erhalten viel Raum, ebenso Posterpräsentationen aus dem Praxis- wie dem Wissenschaftsbereich.
Anmeldebogen (PDF)
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