Freitag, 23. Oktober 2009 19.00 – 21.30 Uhr In meinem Kalender speichern

`Teheran Revolutionsstraße`

Amir Hassan Cheheltan liest aus seinem neuen Roman

Voll vom prallen Teheraner Alltagsleben und vielen starken Charakteren, von der Atmosphäre der düsteren Großstadt und der grausamen Geschichte der Revolutionsjahre erzählt Cheheltan in kritisch-realistischem Stil. Und er versteht es, kafkaeske Züge und die Schönheit der Elegie in die Erzählung einzubinden. Als erster iranischer Schriftsteller hat Cheheltan Elemente der Umgangssprache in die Schriftsprache aufgenommen und damit seinem kritischen Realismus zu Lebendigkeit und Autentizität verholfen und so Neuland erobert. Ein Verdienst, das inzwischen durch die Aufnahme etlicher von ihm verwendeter Ausdrücke in einem neuen Farsi-Wörterbuch gewürdigt wurde. <?xml:namespace prefix = o ns = `urn:schemas-microsoft-com:office:office` /?>

Amir Hassan Cheheltan, geboren 1956 in Teheran, Schriftsteller, 1976 erster Erzählband „Ehefrau auf Zeit“, 1979 Durchbruch als Schriftsteller mit dem Buch „Am stummen Fenster“. Er beendet sein technisches Studium in England, wehrdienst, Irankkrieg. Währenddessen schreibt er seien ersten Roman „Die Klage der Quassem“, der jedoch erst 2004 unter strengen Auflagen erscheinen darf. Sein letzter Romas „Ianische Morgenröte“ wird für den iranischen Buchpreis nominiert, wogegen er sich wegen der häufigen Publikationsverbote (vergeblich) verwahrt.