Urheber/in: Archiv Grünes Gedächtnis, Initiative 4th Block/Alex Blyakher, Hintergrundbild: Imago/Ukrinform. . Creative Commons License LogoDieses Bild steht unter einer Creative Commons License.

Ausstellung

Donnerstag, 23. April 2026 – Freitag, 22. Mai 2026 In meinem Kalender speichern

Ausstellung

Tschornobyl ist überall

Am 26. April 1986 erschütterte der Reaktorunfall von Tschornobyl die Welt. Das Ausmaß der menschlichen und ökologischen Katastrophe prägte das Bewusstsein der deutschen Gesellschaft für die globalen Risiken der Atomkraft. Der Slogan „Tschernobyl ist überall“ wurde zum Symbol für die grenzenlose Gefahr, die von Kernenergie ausgeht. Zum 40. Jahrestag hat die Frage der nuklearen Sicherheit  durch russische Angriffe auf ukrainische Atomkraftwerke und deren militärische Besetzung eine neue und dramatische Aktualität gewonnen. 

Die Ausstellung eröffnet zwei Perspektiven: Eine beleuchtet die historischen Reaktionen der westdeutschen grünen Bewegung auf die unsichtbare Bedrohung durch die Fotos und Dokumente von damals aus dem Archiv Grünes Gedächtnis. Die andere erkundet mittels einer Plakatserie des Charkiwer Designerkollektivs „4th block“ die künstlerische Auseinandersetzung mit der Erinnerung an das Epochenereignis im Lichte der Wiederkehr des nuklearen Risikos im russischen Krieg gegen die Ukraine.

Beide zeigen, wie Aufklärung, politisches Handeln, Erinnerung und Kunst einen Umgang mit der nuklearen Gefahr ermöglichen: Die Kommunikation der Bedrohung bleibt die Grundlage für weitere Handlungsfähigkeit.

 

Die Ausstellung wird während der Veranstaltung 40 Jahre Tschernobyl. Die Geschichte und ihre neue Gegenwart am 23. April 2026 eröffnet.

Die Finissage findet am 21. Mai um 19:30 Uhr statt. Anhand der Exponate diskutieren Expert*innen an diesem Abend über die Folgen von Tschernobyl/ Tschornobyl für die Umweltbewegungen in der BRD und DDR sowie über die Erinnerung an die Katastrophe in der heutigen Ukraine. Diese Veranstaltung ist Teil des Europäischen Geschichtsforum 2026. (Anmeldung möglich ab Anfang Mai). 

 

Kontakt: 
Dr. Clara Frysztacka
Referat Zeitgeschichte
Heinrich-Böll-Stiftung
E clara.frysztacka@boell.de

Robert Sperfeld
Refeat Ost- und Südosteuropa
Heinrich-Böll-Stiftung
E robert.sperfeld@boell.de

Zeitzone
CEST
Öffnungszeiten
09:00 - 19:00
Adresse
Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin
Schumannstr. 8
10117 Berlin

Barrierefreiheit
Veranstalter*in
Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin
Sprache
Deutsch