Diskussion Donnerstag, 28. November 2019 /
Hannover

Von Hannah Arendt lernen – Politik, Freiheit, Demokratie

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Datum, Uhrzeit
Do., 28. Nov. 2019,
19.00 – 22.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Teilnahmegebühren
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frei, Spenden erbeten
Veranstalter/in
Landesstiftung Niedersachsen (Leben & Umwelt)
Rechtliches
Allgemeine Geschäftsbedingungen

Es herrscht Unklarheit über die Grundlagen einer freiheitlichen Demokratie und den Sinn von Politik. Für Hannah Arendt ist Politik ein Akt des gemeinsamen Handelns. Und sie sagt „der Sinn der Politik ist Freiheit“ – „Freiheit ist nie verwirklicht, wenn das Recht auf aktive Teilhabe an den öffentlichen Angelegenheiten den Bürgern nicht garantiert ist.“ Eine Kritik am Rechtspopulismus, wie wir ihn zur Zeit weltweit erleben, erfordert eine präzise Klarheit unserer demokratischen Grundbegriffe. Wir möchten unsere Grundlage für eine demokratische Praxis mit Hannah Arendt daher neu reflektieren und bestimmen. Wie können wir mehr politische Teilhabe verwirklichen und ein Gegengewicht zur technokratischen Entwicklung in der Politik und zum Resonanzverlust zwischen Politiker*innen und Bürger*innen bilden? Unsere Möglichkeiten als Bürger*innen in Bezug auf Politik, Freiheit, Selbst-Denken und Demokratie sollen dabei ausgelotet werden und Antworten für die politische Praxis gesucht werden. Hannah Arendt mahnt, dass das Denken bereits eine Form des Handelns sei und sie empfiehlt Räume zu öffnen.

Als Hannah Arendt Kenner haben wir PD Dr. Wolfgang Heuer vom Institut für politische Wissenschaft der FU Berlin eingeladen, um uns Arendts Denken im Hinblick auf Demokratie, Handlungs- und Beteiligungsmöglichkeiten näherzubringen. Prof. Dr. Harald Welzer, Gründer von „Futurzwei. Stiftung Zukunftsfähigkeit“ ist Vordenker und Zukunftsarchitekt alternativer Lebensstile und Wirtschaftsformen in unserer Gegenwart. In seinem neuen Buch „Alles könnte anders sein - Eine Gesellschaftsutopie für freie Menschen“ zeigt er neue, kreative Denkräume auf, die zu anderen Wirklichkeitsbehauptungen führen und damit auch neues Handeln möglich machen. Das hat aktivierenden Charakter und zeigt, wie Beteiligung und Veränderung gehen kann und wodurch sie möglich wird.

Wir finden es spannend, beide Ansätze miteinander ins Gespräch zu bringen, um daran die theoretischen Grundlagen eigenen Denkens und Handeln zu schärfen. Eröffnen und mitdiskutieren werden die Darsteller*innen der Produktion „Fake Youth“ vom Jungen Schauspiel Hannover, die sich darin mit Hannah Arendt und Fragen der Beteiligung auseinandergesetzt haben. Nach der Veranstaltung ist das Restaurant „Essenszeit“ in der Schwanenburg geöffnet, wo der Abend gemeinsam ausklingen kann.

Gäste:

PD DR. WOLFGANG HEUER, BERLIN
PROF. DR. HARALD WELZER, BERLIN
BARBARA KANTEL MIT MITGLIEDERN JUNGES SCHAUSPIEL, HANNOVER
MODERATION:
PROF. DR. JÜRGEN MANEMANN, HANNOVER

Anmeldung: erbeten bei der Stadtakademie oder per Mail an KlausWindolph@t-online.de

Ort: Neue Schwanenburg, Zur Schwanenburg 11 | Wunstorfer Str. 14 | Stichweh-Leinepark | 30453 Hannover

Eine Veranstaltungskooperation zwischen der Proterra Project Cooperation e. V., der Stadtakademie an der Neustädter Hof- und Stadtkirche Hannover, der Stiftung Leben & Umwelt / Heinrich-Böll-Stiftung Niedersachsen, dem Verein Niedersächsischer Bildungsinitiativen, der Niedersächsischen Landeszentrale für politische Bildung sowie dem Forschungsinstitut für Philosophie Hannover

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