Podiumsdiskussion Sonntag, 15. März 2020 /
Chemnitz

“ Vulva* la Revolución? Vulva* als Protestform”

Podiusmdiskussion

Urheber/in: AJZ Streetwork/Mobile Jugendarbeit. All rights reserved.
Datum, Uhrzeit
So., 15. März 2020,
17.00 – 21.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Adresse
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Veranstalter/in
Landesstiftung Sachsen (Weiterdenken)
Rechtliches
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“Vulva* la Revolución? Vulva* als Protestform”
Podiumsdiskussion zur Vulva* als Protestsymbolik mit Felicia Ewert, Laura Méritt, Lina Lätitia Blatt,Louie Läuger und Daniela Ciccolini, moderiert von Lotte und Lilly vom Sextapes-Podcast


Liv Strömquist brachte 2017 ihr hocherfolgreiches Buch „Der Ursprung der Welt“ - die Kulturgeschichte der Vulva* heraus und der Hashtag #vulvastisch wird immer lauter in den sozialen Streamingkanälen. Durch Vulvaart findet die weibliche Sexualität in der Kunst einen neuen Ausdruck.
Aber für wen wird gekämpft, wenn es heißt „Vulva* la Revolución“ oder „Viva la vulva"? Wie kann Protest und Vulva* definiert werden? Und hat das (bitte!) irgendwas mit Sex zu tun? Ist die Vulva* in ihrer Symbolik ein Moment des Schulterschlusses für patriarchal unterdrückte Geschlechtsidentitäten oder reproduzieren wir mit diesem Protestsymbol eine Zweigeschlechtlichkeit, die wir eigentlich überwinden wollen?
Lotte und Lilly vom Sextape-Podcast werden mit 5 Gäst*innen aus verschiedenen feministischen Strömungen ins Gespräch kommen - "ein symbolisches Bier trinken und schnacken: über Erfahrungen, Sehnsüchte, Wut, Freuden, Hoffnungen und Sex." (Daria Majewski, Töchter der Räuberin). Auf der Basis dieses Austauschs wollen sie diskutieren, wie feministischer Protest geführt wird oder werden kann.


Felicia Ewert wünscht sich für einen feministischen Protest: "Intersektionalität. Die Wahrnehmung, das Mitdenken, das Anerkennen, dass wir verschiedenste Identitäten haben für die wir institutionell und strukturell, also gesellschaftliche Diskriminierungen erfahren."


Laura Méritt ist sexpositive Feministin. In ihrem Berliner sexclusiven Salon verbreitet sie "lustvolle und lebensbejahende Sexualitäten". Bezüglich Zweigeschlechtlichkeit sagt sie, es könne zwei Strategien geben: entweder "immer mehr Kategorien aufzumachen, bis alles zusammenbricht oder klar zumachen, dass Kategorien nur ein Hilfsmittel sind, dass wir sie nicht brauchen und Identitäten letztendlich fluide sind."


Lina Lätitia Blatt setzt in ihrem Vulvaartivismus Vulven in Szene und fotografiert sie. Sie selbst sagt: "Die Träger*innen dieser intimen Anatomien müssen nicht zwangsläufig „Frauen“ sein, weil nicht alle Frauen* eine Vulva* haben und eine Vulva* zu haben umgekehrt nicht automatisch bedeutet eine „Frau“ zu sein."


Daniela Ciccolini ist Tänzerin und Psychologin. In ihrer Arbeit berät sie Mädchen und Frauen zu Themen wie Frauenrechte, weibliches Empowerment, aber besonders weiblicher Sexualität. Sie war aktiv in der feministischen Bewegung in Argentinien. In diesem Sinne, fühlt euch herzlich zum symbolischen Bier eingeladen, zu quatschen und zu diskutieren.

ORT: Brückenstraße 10, Chemnitz

Die Diskussion ist Teil der Reihe "Vulva me", eine Veranstaltung des AJZ Chemnitz e.V./AJZ Streetwork in Kooperation mit AGIUA e.V./Comparti, LSVD Chemnitz/Information Center für LGBTI Refugees, Subbotnik e.V., Einzelpersonen, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Chemnitz, RLS Sachsen und Weiterdenken - Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen.