Dienstag, 09. Juni 2020

Wie grün ist die Zukunft?

Junge Stimmen für ein gerechtes Klima in Deutschland und Israel

Urheber/in: Dean Calma, IAEA, Unsplash.com. Creative Commons License LogoDieses Bild steht unter einer Creative Commons License.
Datum, Uhrzeit
Di., 09. Juni 2020,
17.00 – 18.30 Uhr In meinem Kalender speichern
Adresse
▶ Online-Veranstaltung

Sprache
Deutsch
Englisch
Simultanübersetzung
Veranstalter/in
Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin

Grüne Themen…

Aktuell verschärfen sich die Auseinandersetzungen um den Umgang mit der Corona-Krise und ihren Konsequenzen. Bietet die Überwindung der Pandemie Chancen für die sozial-ökologische Transformation? Wie kann Gerechtigkeit im sozialen Sinn und mit ökologischem Anspruch verwirklicht werden?

Vielerorts setzen sich gerade junge Menschen für Klima- ebenso wie soziale Gerechtigkeit ein. Damit begegnen sie nicht nur der grassierenden Ab- und Ausgrenzung, sondern tragen gleichzeitig dazu bei, neue ordnungspolitische Vorstellungen zu etablieren. Doch wie realistisch und anschlussfähig sind solche Vorstellungen einer „grünen Zukunft“ angesichts der aktuellen Umstände? Und wie inklusiv und vielfältig kann diese Zukunft sein, wenn ihre Grundlage in ganz unterschiedlichen Kontexten geschaffen werden muss?

Diesen Fragen widmen wir uns im Rahmen der deutsch-israelischen Dialoge. In unserer digitalen Veranstaltung „Wie grün ist die Zukunft?“ diskutieren wir, wie sich junge Menschen in Deutschland und Israel für ein besseres, gerechtes Klima einsetzen, mit welchen Herausforderungen sie dabei konfrontiert sind und wie sie in Zeiten von Corona neue Handlungsräume schaffen können. Dabei geht es auch darum, wie Verbindungen zwischen Aktivist/innen und politisch Aktiven geknüpft werden können, welche Schwierigkeiten es dabei aber auch gibt.

… unterschiedliche Kontexte

In Deutschland mobilisierte die „Fridays for Future“-Bewegung bis vor Kurzem eine breite Öffentlichkeit für den Klimaschutz. „Wir sind die Zukunft“, skandierten die Teilnehmer/innen und brachten damit auch Forderungen nach einer stärkeren demokratischen Beteiligung junger Menschen und Gerechtigkeit zwischen den Generationen ein. Doch dann sorgte der Ausbruch des Corona-Virus für eine Zäsur. Die großen Massendemos können bis auf Weiteres nicht stattfinden: Um weiter Menschen für mehr Entschiedenheit im Kampf gegen die Klimakrise zu erreichen, müssen neue Strategien entwickelt werden. Dabei gibt es Probleme, die zwar schon immer präsent waren, gerade aber besonders deutlich werden, z.B. die Frage, welche Stimmen in der politischen Auseinandersetzung überhaupt Gehör finden und warum.

Auch in Israel sind viele junge Menschen und progressive Kräfte für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Nachhaltigkeit aktiv. Sie fordern „eine andere Zukunft“ und richten sich damit unweigerlich gegen den politisch und gesellschaftlich dominanten Sicherheitsdiskurs im Land. Dieser Diskurs wird derzeit jedoch durch die offiziellen Reaktionen auf das Corona-Virus weiter verstärkt: Mit der Bildung einer nationalen Einheitsregierung, deren erklärte Priorität die Bekämpfung des Virus ist, wurden harsche Maßnahmen und Einschränkungen legitimiert. Doch während auch in Israel gerade eine Phase der Lockerungen einsetzt, bleibt die Frage, wie sich das politische Klima im Land weiterentwickeln wird.

Mit:

  • Terry Reintke, Mitglied des europäischen Parlaments, Die Grünen/EFA
  • Magdalena Hess, Fridays for Future, Offenburg
  • Stav Shaffir, Vorsitzende der Green Party Israel, Tel Aviv
  • Shani Aloni, Direktorin von Green Course, Tel Aviv

Begrüßung und Einführung: Dr. Ellen Ueberschär, Vorstand Heinrich-Böll-Stiftung

Moderation: Johannes Gunesch, Referent Ägypten, Israel, Palästina und Jordanien, Heinrich-Böll-Stiftung


Sprache: Deutsch und Englisch mit Simultanübersetzung

Zeit
Dienstag, 9. Juni 2020
Berlin - 17:00-18:30 / Tel Aviv - 18:00-19:30


Information:    
Johannes Gunesch, E-Mail: gunesch@boell.de


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