Urheber/in: NURR.

Gespräch

Freitag, 25. September 2015 17.00 – 19.00 Uhr In meinem Kalender speichern

Gespräch

ZEITZEUGENGESPRÄCH: „9841“ zur Erinnerung an Johann Rukeli Trollmann

ZEITZEUGENGESPRÄCH & GESPRÄCH mit Wolfgang Trollmann (angefragt) und Alekos Hofstetter, Florian Göpfert und Christian Steuer (Künstlergruppe NURR)

Lange Zeit unsichtbar war das Schicksal von Johann Wilhelm „Rukeli“ Trollmann. Ein Ausnahmetalent des deutschen Boxsports, ein Frauenschwarm, der, so erzählt man sich, noch während des Kampfes mit seinen Verehrerinnen in den ersten Reihen scherzte. Ein Star, dessen spektakulärer Stil von seinem Publikum bewundert wurde und an dem niemand im deutschen Boxsport vorbei kam. Und dem aufgrund seiner sinto-deutschen Wurzeln als „tanzendem, undeutsch boxendem Zigeuner“ im Nationalsozialismus Erfolg und sozialer Aufstieg verwehrt wurden. Stigmatisiert und entrechtet verlor er schrittweise seine Existenzgrundlage, wurde 1938 verhaftet und später zur Wehrmacht eingezogen. 9841 – vier Ziffern besiegelten im Jahr 1942 endgültig den Untergang von Johann Trollmann. Es war die Häftlingsnummer, die er nach seiner Verschleppung im KZ Neuengamme erhielt. 1944 wurde er im KZ Wittenberge ermordet. „9841“ ist auch der Titel der Installation, mit der die BEWEGUNG NURR 2010 dem Deutschen Meister im Halbschwergewicht (1933) ein Denkmal setzte.

"NEIGHBOURS IN THE HOOD"
Herbstschule Antiromaismus und Self-Empowerment
Lesung-Diskussion-Filme-Vorträge-Ausstellung-Gespräche-Workshops
Dresden, Festspielhaus Hellerau, 23.-27. September 2015

Freitag, 25. September 2015, 17 Uhr
Ort: Denkmal, neben dem Festspielhaus Hellerau

Adresse
▶ Siehe Veranstaltungsbeschreibung
Veranstalter*in
Landesstiftung Sachsen (Weiterdenken)