Diskussionsreihe

Dienstag, 31. Mai 2022 18.00 – 19.30 Uhr In meinem Kalender speichern

Diskussionsreihe

Hamburg und die „Staatsverträge“ (I) - Eine historische Herleitung

Aus der Reihe: 10 Jahre „Staatsverträge“ zwischen der Stadt Hamburg und den islamischen Gemeinden sowie der alevitischen Gemeinde 

Die Trennung von Staat und Religion gilt als Grundpfeiler moderner Demokratien. Jedoch sieht das Grundgesetz der Bundesrepublik keine strikte Trennung zwischen Staat und Religion vor. Wir blicken deswegen zunächst auf das Religionsverfassungsrecht, welches das Verhältnis zwischen Staat und Religionsgemeinschaften regelt. Was beinhaltet es, und welche Seite profitiert von den historisch gewachsenen Strukturen? Im Kontext einer diversen Migrationsgesellschaft muss es dabei auch um die Frage der Gleichstellung von Religionen gehen.  Daher fragen wir, wie sich die „Staatsverträge“ von 2012 aus dem Religionsverfassungsrecht ableiten lassen und welche Regelungen sie konkret beinhalten. Stellen sie die grundgesetzlich verbürgte Gleichberechtigung aller Religionsgemeinschaften sicher?

Es informieren und diskutieren
Lucie Kretschmer – Promotionsstipendiatin der Heinrich-Böll-Stiftung und Expertin für religiöse Vielfalt und Religionspolitik
Norbert Müller – Jurist, Hamburg, hat für die SCHURA  – Rat der islamischen Gemeinschaften in Hamburg die Verträge verhandelt

Moderation
Antje Möller – Vorstandsmitglied Heinrich-Böll-Stiftung Hamburg

Ort
Vortragssaal Staats- und Universitätsbibliothek Carl-von-Ossietzky, Von-Melle-Park 3, Hamburg

Die Veranstaltung findet in Präsenz statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Weitere Termine

Hamburg und die Staatsverträge (II) Muslimisches Alltagsleben / 09.06. / 18 Uhr
Hamburg und die Staatsverträge (III) Einflussnahme aus dem Ausland? Was bedeutet dieser Vorwurf? / 16.06. / 19 Uhr

Zum Hintergrund der Reihe
10 Jahre „Staatsverträge“ zwischen der Stadt Hamburg und den islamischen Gemeinden sowie der alevitischen Gemeinde 
Im Jahr 2012 schloss die Stadt Hamburg Verträge mit drei islamischen Dachverbänden sowie der alevitischen Gemeinde. Diese sog. „Staatsverträge“ regeln auf Landesebene eine ganze Reihe von Fragen, die das Alltagsleben von Muslim*innen in Hamburg betreffen. So geht es beispielsweise um Feiertagsregelungen, Religionsunterricht oder auch Seelsorge in besonderen Einrichtungen, um nur einige Punkte zu nennen. Darüber hinaus haben die Vertragsabschlüsse Symbolkraft, weil sie als Schritt in Richtung Gleichstellung der Religionen gelten und zudem die ersten ihrer Art in Deutschland waren – und neben Bremen bis heute sind. Zehn Jahre später soll nun evaluiert werden, um „im Lichte der gewonnenen Erfahrungen über diesen Vertrag und die Notwendigkeit von Änderungen und Ergänzungen zu verhandeln“, wie es der Vertrag 2012 festschrieb. 
Aus diesem Anlass informiert unsere Veranstaltungsreihe über Hintergründe und Entstehung der Verträge, zeigt ihre aktuelle Bedeutung und thematisiert eventuelle Versäumnisse. 

Wir bemühen uns, unsere Angebote inklusiv und so barrierearm wie möglich zu gestalten. Sollten Sie Unterstützungsbedarf haben, wie z.B. Gebärdensprache, sprechen Sie uns gerne an!

Gefördert von der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg.

 

Termine
Do., 09 Juni 2022 18.00 – 19.30 Uhr In meinem Kalender speichern
Do., 16 Juni 2022 19.00 – 20.30 Uhr In meinem Kalender speichern
Adresse
▶ Siehe Veranstaltungsbeschreibung
Veranstalter/in
Landesstiftung Hamburg